Montag, 30. April 2007

Auf das Weltklima Achten

Achtsam wahrnehmen und achtsam werden hat einen sehr grossen Stellenwert für das Klima unserer Erde.
Schon in den siebziger Jahren wurde vereinzelt zur Achtsamkeit und überlegtem Handeln mit der Natur aufgerufen. Zu dieser Zeit gehörten diese Stimmen sensiblen und weitsichtigen Personen, deren Warnungen fast ungehört verhallten.
Heute sieht die Situation anders aus. Unmittelbare Anzeichen, Geschehnisse weisen auf unsere Unachtsamkeit hin und verlangen nach dem Gegenteil.
Die Klimauhr steht eine Minute vor Zwölf und die Glocken beginnen bedrohlich zu schwingen.
Vermehrte Katastrophen, die eindeutig von unserem Klima (Wetter) abhängen und welches wir massgeblich mit unserem Ausstoss von Treibhausgasen verändern, bedrohen uns alle.
Achtsamkeit und das damit zusammenstehende Umdenken muss die ganze Weltbevölkerung betreffen. Ohne das gemeinsame Zusammenstehen kommen wir auf keinen grünen Zweig und erhalten keine nachhaltige Lösungen.
Die Klimaproblematik ist akut und erfordert von jeder einzelnen Person die Einsicht und den Willen, dass unser Verhalten verändert werden muss, damit der Mensch auf der Erde mittel- und längerfristig überleben kann.
Die Industrie reagiert unterdessen auch auf die Situation. Sie bietet „klimafreundliche“ Lösungen (Hybridautos, Wärmepumpen, Fotovoltaik, Sonnenwärmespeicher, etc.) an, da sich ein lukrativer Markt entwickelt.

Alle sprechen vom Modewort „Work-Live-Balance“, wobei die Arbeit eine tragende Rolle einnimmt.
Ich persönlich spreche lieber von Lebensqualität, die die Arbeit miteinbezieht und nicht als dominante Konstante sieht.
Das Gleichgewicht spielt die tragende Rolle und umschliesst die Nachhaltigkeit im Umgang mit der Welt im Allgemeinen. Je mehr wir mit der Welt leben, desto grösser der Sinn des Ganzen.


Sonntag, 29. April 2007

Lieber Studierende, ich möchte mich mit meinem Beitrag zum ersten Mal in Ihrer Bloggruppe melden und mich an Ihren spannenden Diskussionen beteiligen. Ich freue mich über Ihre ausführlichen, fundierten, mit Fakten und Zahlen belegten Blogeinträge und über Ihre Ehrlichkeit. Es fällt uns nicht immer leicht, unser Wissen um energie- und umweltentlastendes Verhalten auch tatsächlich im Alltag umzusetzen. Vielleicht gibt uns der Blog einen Anstoss, die eine oder andere Angewohnheit in unserem Alltag zu überdenken.

Wir stellen fest, dass mit unserem Klima tatsächlich etwas nicht mehr stimmen kann... Sommergefühle im April, Ozonwerte, die bereits jetzt massiv über den Grenzwerten liegen, Waldbrände und zu erwarten sind riesengrosse Ernteausfälle wegen der andauernden Trockenheit..

Ich möchte den einen oder anderen innovativen und klimafreundlichen Punkt aufgreifen und so auch auf Ihre Posts zurückkommen.

Die grosse Mobilität, seis mit dem Privatauto oder dem immer günstiger werdenden Flugverkehr, sind Hauptursachen für die grossen CO2-Emmissionen. Auch wenn die Idee von Atmosfair nicht dazu verleiten soll, sorglos um die Welt zu fliegen, ist sie doch eine Möglichkeit, den Umweltschaden durch eine Flugreise in gewisser Weise zu vergelten: Flugpassagiere zahlen freiwillig für die von Ihnen verursachten Klimagase. Das Geld wird zum Beispiel in Solar-, Wasserkraft-, Biomasse- oder Energiesparprojekte investiert, um dort eine Menge Treibhausgase einzusparen, die eine vergleichbare Klimawirkung haben wie die Emissionen aus dem Flugzeug. Finanziert werden Projekte in Entwicklungsländern. Sie können auf der Homepage Ihre kommende oder vergangene Flugreise berechnen.

Heizen mit Holz, Holzschnitzel: Gerade Pelletsöfen oder Erdwärmesysteme werden in neuen Häusern in der Schweiz immer öfter eingebaut, um Öl- oder Gasheizungen zu umgehen. Man spricht u.a. von Minergiehäusern. Ein Trend aus Deutschland, der sich in der Schweiz noch nicht stark etabliert hat, ist nicht nur die Niedrigenergiebauweise, sondern die sog. Nullenergiehäuser. Die Häuser haben keine Heizung, Wärme wird lediglich durch die eigene Körperwärme, Kerzen oder die Sonneneinstrahlung erzeugt. Die gute Isolation der Häuser sorgt dafür, dass die Wärme auch im Haus bleibt. Diese Häuser sind wenig teurer im Bau haben aber eine enorme Energieeinsparung zur Folge – aber, diese umweltschonende Art zu wohnen verlangt, dass auch die Lebensgewohnheiten den Umständen angepasst werden (im Winter können bsw. keine Decken rausgehängt werden, da die gesammelte Wärme gerade verpuffen würde).

Bilden von Fahrgemeinschaften und Carsharing-Systeme weiterentwickeln (Mobility)

Fazit: In Ihren Posts lese ich zahlreiche Ideen und Vorschläge, kleine Tipps und Selbstkritiken, wie wir unsere alltäglichen Lebensgewohnheiten anpassen und verändern könnten und so einen Beitrag leisten, unser Klima zu entlasten.

Freundliche Grüsse und bis zum nächsten Mal, Michael Zahner

Freitag, 27. April 2007

Von der Nachhaltigkeit in den Köpfen des homo sapiens sapiens

Mit dem 2. Wochenimpuls konnte ich ehrlich gesagt nicht viel anfangen, da ich zu meinem Beschämen ehrlich zugeben muss, dass ich leider nicht dazu gekommen bin eine Zeitung aufzuschlagen oder geschweige denn TV zu konsumieren. Ich habe trotz viel Sonnenschein die ganze Woche damit verbracht, vor dem PC zu sitzen und an der Diplomarbeit herum zu werken...

Was ich so nebenbei mitgekriegt habe ist lediglich, dass in den meisten Kantonen der Schweiz ein allgemeines Feuer- und Grillverbot ausgesprochen wurde, um der Gefahr von Bränden vorsorglich entgegen zu wirken. Spontan ist mir dabei in den Sinn gekommen, dass wir Menschen bei kurzfristigen Ereignissen alle hellhörig werden und uns mit viel Energie dafür einsetzen, dass Massnahmen dagegen ergriffen werden.

Sollten wir dieses Engagement nicht auch bei der längerfristigen Nachhaltigkeit unserer Umwelt einsetzen? Ich bin der Meinung, dass wir genug Grips in unseren Köpfen haben, um die Folgen unseres Verhaltens und Handelns auf die Umwelt für die nächsten 20 oder 100 Jahren vorstellen können. Nur leider denkt der Mensch oftmals nur von heute auf morgen oder verdrängt im schlimmsten Fall die "bösen" Gedanken.

Ich meine, es kommt ja schliesslich nicht von irgendwoher, dass die momentane Durchschnittstemperatur rund 4°C über den Normalwerten liegt, oder? Das Erdklima hat sich verändert! Das kann nun auch wirklich der grösste Ignorant nicht mehr übersehen.

Was mich ärgert bei dieser Tatsache, ist das allzu kurzfristige Denken und Handeln der Menschen. Wir ergreifen Massnahmen, um - wie bei unserem Beispiel des Feuerverbotes - Naheliegendes auszubessern (obwohl ich mir über diese Notwendigkeit durchaus bewusst bin) und kümmern uns nicht um die Wurzeln des Übels. Anstatt konkrete und vor allem rasche Entscheide zugunsten des Umweltklimas zu fällen, tümpeln wir ein wenig vor uns hin und kratzen meiner Meinung nach nur an der Oberfläche.

Die Ökologie ist im Nachhaltigkeitsdreieck klar mindergewichtig und steht im krassen Gegensatz zur Ökonomie. Ebenso trägt der soziale Faktor seinen Beitrag zu diesem Ungleichgewicht bei. Dies vor allem in unseren Breitengraden, wo die individuelle Freiheit als schon fast unantastbares Recht des Einzelnen angesehen wird. Das eigene Ego ist wichtiger als das gemeinsame Wohlergehen aller. In dieser Situation ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass wir weiterhin tonnenweise Schadstoffe in die Atmosphäre verpuffen und uns nur um Massnahmen kümmern, die kurzfristig Wirkung zeigen.

Donnerstag, 26. April 2007

3500-Watt Gesellschaft

Zur Zeit sind Berichte über nachhaltige Zukunft bereits täglich in den Medien zu hören, lesen und sehen. Der Klimawandel beschäftigt den Erball immer mehr. Auch heute schreibt der Tagesanzeiger über den Energieverbrauch und Emissionen. Dieser Post berichtet über einen Wissenschaftler, welcher behauptet, dass die 2000-Watt-Gesellschaft kaum möglich sein wird, 3500 Watt seien schon viel realistischer.

Der Weltgipfel in Rio de Janeiro in den Neunzigern sprach von der 2000-Watt-Gesellschaft. Soviel Energie verbraucht ein Erdbürger im Schnitt. Dabei scheint klar, dass westliche Länder viel mehr beziehen als Drittweltländer. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei knapp 5000 Watt pro Schweizer pro Tag. Darum setzte sich die Eidgenossenschaft die 2000-Watt Grenze bis zum Jahre 2050. Der Direktor des Paul-Scherrer-Instituts in Villigen behauptet nun, dass diese Grenze kaum erreichbar sein wird, weil sich nun der Mensch nicht immer ideal verhalten kann. Er spricht dabei die Verhaltensweise des Menschen an, denn technisch sei die 2000-Watt Vision wahrscheinlich erreichbar, aber ob sich der Mensch auch immer daran festhält, bezweifelt er.
Dieses Beispiel zeigt die Einflüsse des Nachhaltigkeitsdreieckes deutlich. Für die nachhaltige Entwicklung sind drei Aspekte von Nöten, der ökologische, der ökonomische und der soziale Aspekt. Der ökologische scheint in diesem Bericht sehr offensichtlich zu sein, eine Reduktion des Energieverbrauch senkt die Emissionen und soll uns vor der Klimakatastrophe bewaren. Die Ökonomie spricht von der technischen Realisierbarkeit, denn wirtschaftlich könnte dieses Vorhaben gelingen. Jedoch stellt der Mensch, der soziale Faktor, sein Wille und Konsequenz eine tragende Rolle. Wie der Direktor behauptet, ist der Mensch nicht perfekt und wird sich darum auch nicht immer daran halten. Darum sei eine 3500-Watt-Gesellschaft bis zum Jahr 2050 viel realistischer.
Das Paradoxe ist nun, dass wenn wir CO2 Emissionen senken wollen, auf mehr elektrische Energie angewiesen sind. Das Thema CO2-Reduktion ist momentan von wichtigerer Bedeutung als die Reduktion der elektrischen Energie. Somit wird der Energieverbrauch sehr wahrscheinlich noch mehr ansteigen und dies nur zum Schutz unserer Atmosphäre. Leider nicht, denn die Gewinnung von Strom ist ebenfalls mit Emissionen verbunden. Zum Schluss kann gesagt werden, dass die unbeliebten Kernkraftwerke sehr wahrscheinlich die Sieger unter den Energiekraftwerken sein wird.
Es scheint offensichtlich, dass die geplanten Emissionsreduktionen die Klimaveränderung verlangsamen oder gar stoppen soll. Wichtig meines Erachtens scheint mir, dass endlich mal auch in Parlamenten und Medien vermehrt über die Thematik des Klimawandel und seine Ursachen diskutiert wird. Nun müssen nur noch Taten folgen, und zwar nicht nur von der Politik, sondern auch von jedem einzelnen Energieabnehmer.

Mittwoch, 25. April 2007

"Mit Ablasshandel gegen Klimawandel?"

Um in den Medien Beiträge zu finden, die Aspekte nachhaltiger Zukunft thematisieren, braucht man nicht lange zu suchen. CO2-Ausstoss, überfischte Ozeane, Raubbau an den Wäldern – lauter Schlagworte aus Schlagzeilen, hochaktuell und brisant. Umsichtiges Wirtschaften steht nun auf dem Programm, auch von unseren Grossverteilern COOP und Migros. Sie werben in Zeitung und TV für Bioprodukte und engagieren sich für sozialverträgliche und umweltgerechte Produktionsweisen. Aber nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in der Politik macht man sich stark für unsere Umwelt. So forcieren zum Beispiel die Sozialdemokraten des Kantons St. Gallens die Energiediskussion, indem sie die Vision eines energie-autarken Kantons (ein Kanton, der so viel Energie produziert, wie er selber verbraucht) vorstellen. Ziel ist es, die Atomkraftabhängigkeit abzuschütteln und den „CO2-verschleudernde Individualverkehr in Richtung flächendeckenden öffentlichen Verkehr zu lenken“. Die Umsetzung dieses Modells, so geben die Sozialdemokraten an, sei lediglich „eine Frage des politischen Willens“.

Gerade der Klimawandel (unser Blogthema) ist spätestens seit der Veröffentlichung des UNO-Klimaberichts und den darin beschriebenen Schreckensszenarien (erwartete Klimaschäden bzw. Wirkungen des Klimawandels) Gegenstand der aktuellen Diskussionen in den Medien. Der Bericht, so die Umweltstiftung WWF, zeige einen verheerenden Ausblick für die Erde. 100 Millionen Menschen in Küstenstreifen, die nur einen Meter über dem Meeresspiegel lebten, liefen Gefahr, ihr Zuhause zu verlieren. Die globale Erwärmung würde in China und Indien durch Missernten zu Hunger führen. Man könne den Fakten nicht entkommen: Die globale Erwärmung werde Hunger, Überschwemmungen und Wassermangel mit sich bringen. Ein tragischer Aspekt dabei: Arme Länder, die am wenigsten Verantwortung dafür tragen, werden am meisten leiden. Die industrialisierten Länder müssten ihre Verantwortung akzeptieren und mit der Lösung des Problems beginnen. Noch gebe es Zeit, um sich gegen die schlimmsten Folgen des unvermeidlichen Klimawandels zu schützen.

Reaktionen gibt es, wie schon oben beschrieben, von verschiedensten Seiten. Einen interessanten Artikel hierzu fand ich in der Samstagsausgabe der Appenzeller Zeitung, in dem beschrieben wird, wie sich in der Klimapolitik eine Art Ablasshandel entwickelt hat. Ob christlicher oder ökologischer Ablasshandel – das Prinzip ist nämlich das Gleiche: Am einen Ort wird gesündigt und bezahlt, an einem anderen Ort der Erlös eingesetzt, um die Sünde zu tilgen. Es komme nicht darauf an, wo etwas getan oder unterlassen werde. Wichtig sei nur, dass wir etwas tun würden, lehren die alten und neuen Ablasshändler. Ob wir uns selber klimabewusst verhalten oder aber Klimaschutzprojekte finanzieren würden, sei nicht von Belang, falls es uns damit gelinge, unsere Nachkommen vor Klimakatastrophen zu verschonen. Der Zweck heiligt die Mittel. Die Grundlage für den Ablasshandel im Klimaschutz liefert das Protokoll von Kyoto, welches Industriestaaten (die das Protokoll genehmigt haben) verpflichtet, ihren Ausstoss an Treibhausgasen bis zum Jahr 2012 um durchschnittlich 5,2 Prozent unter das Niveau des Jahres 1990 zu senken. Der Kyoto Vertrag regelt auch den Ablass. Demnach dürfen Industriestaaten einen Teil ihrer Verpflichtungen im Ausland erfüllen. Dazu können sie entweder Emissionsrechte von anderen Industriestaaten kaufen, welche ihren CO2-Ausstoss stärker vermindern, als sie müssten. Oder sie finanzieren Projekte zur Vermeidung von Klimagasen in Entwicklungsländern, welche selber keiner Reduktionspflicht unterliegen. Diese „flexiblen Mechanismen“ sind begehrt, da sie angeblich erlauben, den Klimawandel auf effizientere, also einfachere oder billigere Art zu begrenzen, als wenn jedes Land die Ziele, die im Kyoto-Protokoll formuliert sind, innerhalb der eigenen Grenzen erfüllen müsste.
Im Artikel wird schnell klar, dass dieser Ablasshandel das Klima nur bedingt schützt. Mich erstaunt aber, wie immer wieder Wege gefunden werden, sich möglichst bequem aus der Affäre zu ziehen - eine Haltung, die leider bei uns als Einzelpersonen anfängt.

Natalia Matsubayashi (04)

Dienstag, 24. April 2007

Nachhaltige Entwicklung in den Medien

Beispiel 1:
Zur Zeit wird die nachhaltige Entwicklung seitens der Medien stark thematisiert. Vor allem seit kürzlich das aktuelle Klimaprotokoll veröffentlicht wurde.

Beispiel 2:
Die allgemeine „Weltgerechtigkeit“ wird so gut wie es geht fossiert und es wird an Institutionen, wie zum Beispiel beim Kriegsverbrechertribunal (Den Haag), öffentlich praktiziert.
(Andererseits gibt es aber immer noch Weltmächte, die ein Sonderprivileg pflegen und sich einen Deut um Rechte scheren (Guantanamo, Gefängnis auf Kuba).)

Für Medien sind solche Umstände ein gefundenes Fressen, da solche Themen die Menschheit interessiert und direkt begrifft.
Jedoch wird in den meisten Fällen das Nachhaltigkeitsdreieck nicht direkt beleuchtet. Es wird eher zweidimensional betrachtet, das heisst, dass entweder die Verbindung zwischen dem ökologischen und sozialen Aspekt gemacht wird oder die ökonomische Seite mit der sozialen eine Verlinkung erfährt.
Es fällt mir sowieso auf, dass die Welt heute vernetzt ist, aber die Geschehnisse grösstenteils doch immer noch als örtliches Ereignis eingestuft werden (z.B. Unwetter).
Zukünftig wird man aber sicher mehr in vernetzter Dimension denken müssen, da es auffällig sein muss, wenn durch gleiche Umstände ähnliche Phänomene zum Vorschein kommen.

Al Gore reist momentan um die ganze Welt, um seine Publikation (An Inconvenient Truth) bekannt zu machen. Er versucht unter anderm Zusammenhänge des Klimas und unserem (Menschen) Lebenswandel aufzudecken. Er prangert öffentlich die Fehlverhalten an, versucht uns die Augen zu öffnen und unser Verhalten zu ändern.
Wenn ich aber ganz ehrlich bin, dann werde ich das Gefühl nicht los, dass es sich hierbei um eine grosse Werbeaktion für Herr Gore handelt, da er vermutlich immer noch mit dem amerikanischen Präsidentenamt liebäugelt?!

Ein grosser Teil Themen, die in den Medien zur Zeit behandelt werden, tangieren oder befassen sich mit unserem Blogthema. Ich denke aber, dass diese teilweise boulevardartigen Mitteilungen mit Vorsicht genossen werden sollten und wie schon weiter oben erwähnt, dass das Ganze in Betracht gezogen werden sollte, um ein objektives Bild zu erhalten.Meine persönlichen Favoritenquellen sind Doc-, MTW-, Horizonte-, Rundschau-, Reportersendungen und die Tagesschau auf SF1. Zusätzlich Infos hole ich mir aus der Zeitung oder aus dem Internet.

Donnerstag, 19. April 2007

Zurück zum Ursprung: Heizen mit Holz

Zuerst brachte mich das Thema „Nachhaltige Entwicklung“ fast ein bisschen in Verlegenheit, als ich glaubte, keine entsprechende positive Elemente in meinem nächsten Umfeld zu finden. Schliesslich fahre ich täglich mindestens 50 km alleine in meinem Auto, entdecke in unserem Haushalt gerade mal zwei Energiesparlampen und ziehe in der Regel beim Einkauf von Gemüse das günstigere dem Bio-Produkt vor.

Natürlich habe ich Argumente zur Verteidigung von mir und meiner Familie, schliesslich möchte man ja nicht als gewissenlose Menschen abgestempelt werden. Zum Ersten wohnen wir so abgelegen, dass der Arbeitsweg ohne Auto schwer zu bewältigen wäre (40min Fussmarsch bis zum nächsten Bahnhof). Allerdings benutzen wir das Auto nicht für sinnlose Ausfahrten und gehen auch nur einmal pro Woche einkaufen. Weiter ist unser Familienbudget ziemlich knapp bemessen, so dass der Kauf von Bioprodukten kaum drin liegt. Allerdings essen wir nur Schweizer Fleisch und Eier von Schweizer Hühnern aus der Bodenhaltung. Wir benutzen unsere elektrischen Geräte im Mass und trennen sie abends jeweils ganz vom Stromnetz. Keines von unseren Hobbys ist umweltbelastend (Wandern, Inlineskating, Fotografieren, ...) und wir haben seit Jahren einen „Werbung – Nein danke“ Kleber an unserem Briefkasten. Und ganz wichtig: Wir heizen mit Holz!

Zugegebenermassen tun wir das in erster LInie aus dem simplen Grund, dass es in unserem fast 300 Jahre alten Haus nur eine Holzheizung in Form eines herkömmlichen Kachelofens gibt. Trotzdem empfinde ich es als eine sinnvolle Alternative zum Heizen mit Öl, mit der wir einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten. Heizen mit Holz schont nämlich nicht nur den Geldbeutel, sondern vor allem unsere Umwelt. Darauf werden immer mehr Menschen aufmerksam, zumal Holz einen regenrativen Energieträger darstellt und es heute Holzheizungen gibt, die den gleichen Komfort der klassischen Öl- oder Gasheizung bieten (z.B. Holzpelletkessel und Hachschnitzelkessel, wo der Betreib automatisiert ist).

Zusammenfassend stelle ich fest, dass ich in meinem Alltag erschreckend wenig bewusst daruaf achte, meinem Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Eher noch trage ich mit der täglichen und selbstverständlichen Nutzung meines Autos zur Klimaerwärmung, unserem Blogthema, bei. Bis Ende der Ausbildung sehe ich diesbezüglich leider keine Alternative, die für mich in Frage kommt. Umso wichtiger ist es mir aber, in anderen Bereichen meines Alltags „nachhaltiger zu denken“, wozu natürlich eine Vertiefung in das Thema „Nachhaltige Entwicklung“ nötig ist.

Klimawandel und erste Gedanken


Der Klimawandel ist eine Tatsache, die niemand mehr weg- oder schönreden kann, insbesondere seit unlängst der Präsident der USA den Zusammenhang von Treibhausgasaustoss und Klimawandel zugab.
Vor allem in Europa macht man sich schon länger an Alternaivlösungen zu schaffen.
Häuser mit besseren Isolationen und Energiemanagement (Minergie) sind bei uns auf dem Vormarsch. Autos mit nicht fossilem Antriebsstoff, wie Wasserstoff und Solarelektrizität, liegen voll im Trend.
Einerseits ist sicher das ökologisch-ökonomisch-soziale Umdenken dafür verantwortlich, da wir um unsere Weltabhängigkeit wissen. Andererseits ist auch der kostensparende Aspekt nicht zu unterschätzen. Was aus Sonnenenergie kostengünstig bezogen werden kann, muss nicht aus teuren und begrenzten Ressourcen geschöpft werden.
Erschreckend wirken auf mich aber zum Beispiel die Lebensmitteltransportpolitik und der Automobiltrend der sich abzeichnet.
Erdbeeren aus Spanien, Trauben aus Südafrika und Indien, Steack’s aus Amerika und Kiwies aus Brasilien.
Unsere Gesellschaft ist sich gewöhnt alles jederzeit zu bekommen und kümmert sich nicht um saisonale und regionale Vorkommnisse von Lebensmittel. Das ist der Grund, dass Lebens-mittel über grössere Distanzen transportiert werden müssen. Zusätzlich wird der Transport vorzüglich mit Fahrzeugen getätigt, die mit fossilen Brennstoffen (Benzin, Diesel, Kerosin etc.) angetrieben werden, was den CO2 Ausstoss fördert und den Klimawandel vorantreibt (ohne die Energiebilanz zu beachten!!!).
Die Tendenz zu immer grösseren und leistungsstärkeren Fahrzeugen, vorzugsweise SUV’s (luxuriöse Offroader), scheint unaufhaltbar. Je grösser die Autos, desto gewaltiger die Motorisierung und grösser der Ausstoss von Treibhausgasen.

Einerseits ist die eingeschlagene Richtung gut und auch beruhigend. Andererseits gibt es wieder Gegenströmungen, die kontraproduktiv wirken.
So lange unser Individualismus und unser egozentrisches Denken die treibende Kraft ist, stecken wir in einer Sackgasse fest. Sobald langfristiges, nachhaltiges und vernetztes Denken (ökologisch-ökonomisch-sozial) verbreitet ist, gib es meiner Meinung nach eine Kehrt-wende.

Der letzthin veröffentliche Klimabericht stimmt mich aber wieder hoffnungsvoll, da nach diesem der Klimawandel mit drastischen Massnahmen jetzt noch gestoppt werden könnte.

Mittwoch, 18. April 2007

Privater Verkehr

Das zunehmende Bedürfnis nach individueller Mobilität nahm seit den Weltkriegen drastisch zu und es ist nicht zu erwarten, dass es in Zukunft abnehmen wird. Diese Tatsache stellt uns vor neue umwelttechnische Herausforderungen. Wie kann die Menschheit dem Drang individueller Mobilität mit gesundem Respekt zur Umwelt noch gerecht werden? Dieser Beitrag berichtet darum über positive als auch ausbleibende Elemente nachhaltiger Entwicklungen im Bereich des privaten Verkehrs.

Ich sehe durchaus positive Entwicklungen. Viele Arbeiter, Studenten und Schüler pendeln mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeitstelle oder zur Schule oder nehmen gar das Fahrrad. Die Einen aus verkehrstechnischen Gründen, andere aber weil sie der Umwelt was zuliebe tun wollen. Diese nachhaltige Entwicklung hat meiner Meinung nach zugenommen. Jedoch auch der motorisierte Privatverkehr übernimmt immer mehr Verantwortung. Motoren werden immer effizienter und sparsamer. Alternative Antriebe wie Brennstoffzelle, Hybrid, Erdgas werden populärer und darum für Ottonormalverbraucher auch erschwinglicher.
Defizite lassen sich aber auch finden, denn der Trend zu immer stärkeren und grösseren Motoren nimmt ebenfalls zu. Und wenn man den Arbeitsverkehr beobachtet, kann man erkennen, dass die meisten Autos nur über einen Insassen verfügen. Es werden nur sehr wenige Fahrgemeinschaften gebildet.
Die erwähnten Erkenntnisse lösen geteilte Meinungen in mir aus. Einerseits freut es mich, dass uns immer mehr Möglichkeiten bereitgestellt werden, „umweltschonender“ zu fahren und andererseits stimmt es mich nachdenklich, dass immer mehr Menschen stärkere und so benzinfressende Motoren fahren wollen. Die nachhaltige Entwicklung im Bereich des privaten Verkehr hängt somit von jedem einzelnen ab.Der Zusammenhang des Beitrages mit dem Blogthema Klima ist sehr gross, denn der private Verkehr läuft zum grössten Teil über das private Fahrzeug. Der private Verkehr stösst einen beträchtlichen Teil des Kohlenstoffdioxid aus und trägt so zum Treibhauseffekt bei. Aus dieser Erwärmung der Atmosphäre kann sich sehr wahrscheinlich das Klima verändern.

Mahagoniholz vs. FSC

Da surfe ich wieder einmal mehr auf ebay rum und muss plötzlich stutzen. Per Zufall entdecke ich ein Angebot eines Miniatur Babybettes aus Mahagoni für sage und schreibe CHF 17.50. "Wer kauft denn sowas!" denke ich und gebe im Suchfeld mal den Begriff "Mahagoni" ein. Ich bin entsetzt darüber, was für "idiotische" Dinge aus Mahagoni angeboten werden.

Der Raubbau an den "grünen Lungen" unserer Erde zieht seine Spur bis auf unsere Ladentische. Ich hätte nicht gedacht, dass in der "zivilisierten" und aufgeklärten Schweiz solche Freveltaten noch geduldet werden.

Szenenwechsel: Ich haste im Do-it-yourself-Laden zwischen den Regalen durch und suche die Bastelabteilung. Ein unbehandeltes Holzkästchen zieht meinen Blick auf sich. Ich nehme das Kästchen in die Hand und betrachte es genauer. Auf der Rückseite steht das Label
FSC. Für diejenigen, die diese Abkürzung nicht kennen: Der FSC (Forest Stewardship Council) ist eine gemeinnützige internationale Mitglieder-Organisation, unterstützt von allen grossen Umweltverbänden, von sozial engagierten Organisationen und der Wald- und Holzbranche. Der FSC ist unabhängig und verfolgt keinerlei finanziellen Interessen. Er setzt sich weltweit ein für eine umweltgerechte, sozial verträgliche und wirtschaftlich tragbare Waldwirtschaft.

Mein naturverbundenes Herzchen macht einen kleinen Freudensprung und meine Aufregung über das
Miniatur Babybette aus Mahagoni flacht ein wenig ab. Ich freue mich, dass es noch vernünftige Leute gibt, die Verantwortung für eine nachhaltige Holzbewirtschaftung übernehmen.

Jeder Mensch, der schon mal was über die Regenwälder gehört hat, weiss, wie wichtig es ist, dass das Leben auf der Erde - zumindest so, wie wir sie kennen - davon abhängt, ob das Holz unserer "grünen Lunge" nachhaltig bewirtschaftet wird oder eben nicht. Durch den Raubbau der tropischen Regenwälder wird aufgrund von Forschungsergebnissen mit grosser Wahrscheinlichkeit das Erdklima lokal, regional wie auch global negativ beeinflusst (nachzulesen auf: http://www.tt.fh-koeln.de/publications/itt96.pdf).