Mittwoch, 18. April 2007

Privater Verkehr

Das zunehmende Bedürfnis nach individueller Mobilität nahm seit den Weltkriegen drastisch zu und es ist nicht zu erwarten, dass es in Zukunft abnehmen wird. Diese Tatsache stellt uns vor neue umwelttechnische Herausforderungen. Wie kann die Menschheit dem Drang individueller Mobilität mit gesundem Respekt zur Umwelt noch gerecht werden? Dieser Beitrag berichtet darum über positive als auch ausbleibende Elemente nachhaltiger Entwicklungen im Bereich des privaten Verkehrs.

Ich sehe durchaus positive Entwicklungen. Viele Arbeiter, Studenten und Schüler pendeln mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeitstelle oder zur Schule oder nehmen gar das Fahrrad. Die Einen aus verkehrstechnischen Gründen, andere aber weil sie der Umwelt was zuliebe tun wollen. Diese nachhaltige Entwicklung hat meiner Meinung nach zugenommen. Jedoch auch der motorisierte Privatverkehr übernimmt immer mehr Verantwortung. Motoren werden immer effizienter und sparsamer. Alternative Antriebe wie Brennstoffzelle, Hybrid, Erdgas werden populärer und darum für Ottonormalverbraucher auch erschwinglicher.
Defizite lassen sich aber auch finden, denn der Trend zu immer stärkeren und grösseren Motoren nimmt ebenfalls zu. Und wenn man den Arbeitsverkehr beobachtet, kann man erkennen, dass die meisten Autos nur über einen Insassen verfügen. Es werden nur sehr wenige Fahrgemeinschaften gebildet.
Die erwähnten Erkenntnisse lösen geteilte Meinungen in mir aus. Einerseits freut es mich, dass uns immer mehr Möglichkeiten bereitgestellt werden, „umweltschonender“ zu fahren und andererseits stimmt es mich nachdenklich, dass immer mehr Menschen stärkere und so benzinfressende Motoren fahren wollen. Die nachhaltige Entwicklung im Bereich des privaten Verkehr hängt somit von jedem einzelnen ab.Der Zusammenhang des Beitrages mit dem Blogthema Klima ist sehr gross, denn der private Verkehr läuft zum grössten Teil über das private Fahrzeug. Der private Verkehr stösst einen beträchtlichen Teil des Kohlenstoffdioxid aus und trägt so zum Treibhauseffekt bei. Aus dieser Erwärmung der Atmosphäre kann sich sehr wahrscheinlich das Klima verändern.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ja, deine Beobachtungen teile ich auch. Ich denke, die Entwicklung unseres kapitalistischen Wirtschaftssystem fördert den Bau von "benzinfressenden" Automotoren. Jeder, der "genug" verdient und etwas auf sich hält, kauft sich einen "heissen" Schlitten ohne sich zu überlegen, was er/sie der Umwelt damit antut. Natürlich sehe ich auch die Gegenmassnahmen der Autobauindustrie. Unter politischen und umweltaktivistischen Druck wurde auch dieser Industriezweig dazu gezwungen beim Motorenbau ökologische Aspekte zu beachten.

Im Grossen und Ganzen sehe ich eine positive Trendwende bezüglich umweltverträglichen Motoren auf uns zukommen. Doch es braucht noch mehr Sensibilität des einzelnen Bürgers/der einzelnen Bürgerin, um wirkliche Nachhaltigkeit in Bezug auf Schadstoffe durch die Autoindustrie umzusetzen. Es nützt leider nichts, wenn sich nur vereinzelte Menschen für die Umwelt einsetzen. Schliesslich sitzen wir alle im gleichen Boot resp. leben in derselben Umwelt.

Oli hat gesagt…

Ich finde es gut und wichtig, dass ihr für euer Vertiefungsthema Klima und Klimawandel gewählt habt, denn es ist ein wichtiges und vorallem auch sehr aktuelles Thema. Deine Überlegungen und Meinungen zum öffendlichen und privaten Verkehr kann ich eigendlich durchwegs teilen. Zum einen finde ich es toll, dass wir das Land mit dem best ausgebauten öffendlichen Verkehrsnetz sind und viele Menschen es auch nutzen und zum anderen sehe ich auch den Trend zu immer grösseren Autos. Diese haben meist einen sehr hohen Verbrauch an Treibstoff. Tragisch finde ich vorallem die Tatsache, dass diese Autos oft mehr Statussymbol sind, als dass sie wirklich benötigt werden mit dem was sie alles können. Es wäre dringend notwendig diese Fahrer für den Schaden, den sie der Umwelt zufügen zu sensibilisieren!