Zuerst brachte mich das Thema „Nachhaltige Entwicklung“ fast ein bisschen in Verlegenheit, als ich glaubte, keine entsprechende positive Elemente in meinem nächsten Umfeld zu finden. Schliesslich fahre ich täglich mindestens 50 km alleine in meinem Auto, entdecke in unserem Haushalt gerade mal zwei Energiesparlampen und ziehe in der Regel beim Einkauf von Gemüse das günstigere dem Bio-Produkt vor.
Natürlich habe ich Argumente zur Verteidigung von mir und meiner Familie, schliesslich möchte man ja nicht als gewissenlose Menschen abgestempelt werden. Zum Ersten wohnen wir so abgelegen, dass der Arbeitsweg ohne Auto schwer zu bewältigen wäre (40min Fussmarsch bis zum nächsten Bahnhof). Allerdings benutzen wir das Auto nicht für sinnlose Ausfahrten und gehen auch nur einmal pro Woche einkaufen. Weiter ist unser Familienbudget ziemlich knapp bemessen, so dass der Kauf von Bioprodukten kaum drin liegt. Allerdings essen wir nur Schweizer Fleisch und Eier von Schweizer Hühnern aus der Bodenhaltung. Wir benutzen unsere elektrischen Geräte im Mass und trennen sie abends jeweils ganz vom Stromnetz. Keines von unseren Hobbys ist umweltbelastend (Wandern, Inlineskating, Fotografieren, ...) und wir haben seit Jahren einen „Werbung – Nein danke“ Kleber an unserem Briefkasten. Und ganz wichtig: Wir heizen mit Holz!
Zugegebenermassen tun wir das in erster LInie aus dem simplen Grund, dass es in unserem fast 300 Jahre alten Haus nur eine Holzheizung in Form eines herkömmlichen Kachelofens gibt. Trotzdem empfinde ich es als eine sinnvolle Alternative zum Heizen mit Öl, mit der wir einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten. Heizen mit Holz schont nämlich nicht nur den Geldbeutel, sondern vor allem unsere Umwelt. Darauf werden immer mehr Menschen aufmerksam, zumal Holz einen regenrativen Energieträger darstellt und es heute Holzheizungen gibt, die den gleichen Komfort der klassischen Öl- oder Gasheizung bieten (z.B. Holzpelletkessel und Hachschnitzelkessel, wo der Betreib automatisiert ist).
Zusammenfassend stelle ich fest, dass ich in meinem Alltag erschreckend wenig bewusst daruaf achte, meinem Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Eher noch trage ich mit der täglichen und selbstverständlichen Nutzung meines Autos zur Klimaerwärmung, unserem Blogthema, bei. Bis Ende der Ausbildung sehe ich diesbezüglich leider keine Alternative, die für mich in Frage kommt. Umso wichtiger ist es mir aber, in anderen Bereichen meines Alltags „nachhaltiger zu denken“, wozu natürlich eine Vertiefung in das Thema „Nachhaltige Entwicklung“ nötig ist.
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2 Kommentare:
Zurück zum Ursprung: Heizen mit Holz. Hört sich sehr logisch und gut an. Was gesagt werden kann ist, dass das Heizen mit Holz immer populärer wird. Einerseits aus finanziellen Gründen und andererseits wegen dem zunehmenden Umweltbewusstseins. Jedoch ist auch das Heizen mit Holz mit gewisser Vorsicht zu geniessen, denn auch wenn Holz eine erneuerbare Energie ist, werden Kohlenstoffdioxid (CO2) und Feinstaub an die Umwelt abgelassen. Jedoch viel weniger als mit Ölheizungen. Wenn man ganz auf Ausstosse klimaerwärmender Gase verzichten möchte, ist die Wärmepumpe ein Lösung. Sie holt die Wärme aus der Erde. Diese Option könnte dann noch mit Solarkollektoren kompletiert werden, wodurch das Wasser durch die Sonne aufgeheizt wird.
Die Alternativen für das umweltschonende Wohnen sind vorhanden, sie müssen nur noch an Popularität gewinnen.
Markus Meister LG04E
Auch ich lerne immer mehr Leute kennen, die Heizen mit Holz bevorzugen. Viele fahren auch zweispurig. Sie haben sowohl eine Ölheizung als auch eine Holzheizung, um Öl und Geld zu sparen. Dies finde ich eigentlich eine gute Idee. Wenn ich aber bedenke, dass die Ölressourcen langsam schwinden, sehe ich hier eine Schwierigkeit. Sobald es kein Erdöl mehr gibt, werden sehr viele Leute mit Holz heizen. Der Holzpreis wird irgendwann enorm ansteigen und unser Wald könnte allmählich ebenfalls verschwinden. Neben diesen Problemen kommt noch der CO2-Ausstoss hinzu. Meiner Meinung nach sollte die Menschheit deshalb auf Solarenergie setzen. Denn längerfristig kann nur diese Form von Energie für die Umwelt unschädlich sein.
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