Dienstag, 19. Juni 2007

Liebe Studierende
Herzlichen Dank für Ihr Engagement in den Posts und der heute präsentierten tollen SOL-Arbeit. Ich hoffe Sie nehmen Ihr Nachhaltigkeits-Engagement mit in Ihre Schulpraxis und versuchen immer wieder einen Weg zu finden, Ihre SchülerInnen zu nachhaltigem Denken und Handeln anzuregen und zu motivieren.

Alles Gute wünsche ich Ihnen zum Abschluss Ihres Studiums, freundliche Grüsse, Michael Zahner

Montag, 11. Juni 2007

Konsumverhalten TV

Einleitung

In diesem Post geht es darum, das Fernsehkonsumverhalten der Kinder im Bezug auf Betroffenheit, Bedürfnissen und Handlungsbedingungen zu analysieren um anschliessend ein mögliches Umsetzungskonzept für die Mittelstufe zu erstellen. Das Ziel des Konzeptes wird es sein, die Schülerinnen und Schüler in Bezug auf ihr Fernsehkonsumverhalten zu sensibilisieren. Einige Fragen, die sich die Kinder stellen sollen sind: Was schaue ich mir da eigentlich an? Wie lange schaue ich fern pro Tag/Woche? Was könnte ich als Alternative zum TV machen?

Der ganze Bericht befasst sich mit einer These: „Verändern sich die Bedürfnisse und Handlungsbedingungen eines Menschen, verändern sich als Folge davon auch sein Verhalten in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung seines Lebensumfeldes“ (Dozententeam, 2007).

Betroffenheit

Seit den fünfziger Jahren hat die Bildröhre stark an Bedeutung gewonnen. An Stellen von Gesellschaftsspielen, mit welchen früher die ganze Familie die Abende verbrachten, wird heute immer öfter fern gesehen. Statt draussen zu spielen wird Sendung um Sendung reingezogen. Vor allem Kinder und Jugendliche finden zunehmend gefallen am TV. Eine Studie beweisst, dass junge Menschen im Alter von 6-16 Jahren im Durchschnitt zwei Stunden vor dem Fernseher verbringen. Als Folgen des angestiegenen Konsums kann die zunehmende Fettleibigkeit und Gewaltbereitschaft gezählt werden. Weitere Punkte sind:

  • Konzentrationsstörungen
  • motorische Störungen durch Bewegungsmangel
  • Schlafstörungen, Realitätsverlust (Gewalt, Sexuelle Vorstellungen)
  • Handlungsunfähigkeiten in der Realität
  • Fantasieverlust durch passives Verhalten
  • Überforderung durch Reizüberflutung,

Analyse der Bedürfnisse

Das Konsumverhalten von TV wird unserer Meinung nach von den folgenden Punkten motiviert:

  • Permanente Informationsaktualisierung (Technik, Wissen, Sport, Trend, Mode etc.)
  • Unterhaltung
  • Form der passiven Erholung
  • Gemeinschaftsaktivität (Filmabend)
  • Fernseher als Prestigesymbol
  • Beschäftigungsinstrument bei Langeweile
  • Realitätsflucht
  • Kommunikationsinhalt im Alltag

Analyse der Handlungsbedingungen

Folgende Punkte wähnen wir als Voraussetzungen oder als Auslöser für das Verhaltensmuster beim TV-Konsum:

  • Informationspflicht über die neuesten Nachrichten ist in gesellschaftlicher Hinsicht grösser geworden
  • Das Wissen um die neuesten Medieninhalte wird als Voraussetzung für die Gesellschaftsfähigkeit angesehen.
  • Anschaffungspreise für einen Fernseher ist enorm gefallen
  • Auswahl der Fernsehkanäle gestiegen

Fachliche Aufarbeitung

  • Kinder und Fernsehwerbung:

http://www.schau-hin.info/index.php?id=80

  • „Unbedenkliche“ Kindersendungen:

http://www.schau-hin.info/index.php?id=627

  • Begründung, warum Eltern ihre Kinder Fernsehen lassen:

http://www.schau-hin.info/index.php?id=619

  • Journalistische Verantwortung:

http://www.schau-hin.info/index.php?id=395

  • Kinder wollen bereifen:

http://www.schau-hin.info/index.php?id=361

  • Vielfalt der neuen Sender:

http://www.schau-hin.info/index.php?id=275

  • Auswirkungen Studie:

http://www.kindergartenpaedagogik.de/1335.html

  • Auswirkung Studie:

www.fu-berlin.de/studienbewerber/studienkolleg/pdf/muster_at.pdf

Umsetzungskonzept für eine 3. oder 4. Klasse

Ziel: Kinder wählen gezielt und gewollt ein für ihr Alter geeignetes Fernsehprogramm aus dem schweizerischen Fernsehnetz.

Annäherung 1: Jedes Kind führt über eine Woche ein Fernsehtagebuch, in dem es festhält, was es schaut (Name der Sendung), um welche Zeit und wie lange (Dauer).

Annäherung 2:

Rahmengeschichte mit einem alten Fernseher als „Leitfigur“, Behandlung der technischen Entwicklung (geschichtlicher Aspekt)

Aufbau (LP initiiert):

  • Was bedeutet es für mich, wenn ich pro Tag 2 – 3 Stunden fernsehe? Was sind die Auswirkungen auf mein Gehirn und auf mein Leben allgemein (z.B. Leben in der virtuellen, unechten Welt)?
  • Was für Programme gibt es überhaupt?

o Welche interessieren mich?

o Wie wähle ich diese aus?

o Wann sage ich Nein und stelle das Gerät ab?

o Wofür kann ich den Fernseher gebrauchen (z.B. für Informationen)?

  • Führung bei TV Ostschweiz: Kinder dürfen den Experten Fragen stellen.

Durcharbeiten/Üben:

  • Gruppenarbeit: Kinder erarbeiten in Gruppen ein eigenes Fernsehprogramm, das sie als sinnvoll und ihrem Alter entsprechend beurteilen (z.B. eine Reportage über das Leben auf dem Bauernhof). Teile daraus nehmen sie exemplarisch auf Video auf. Sie stellen einander ihre Konzepte vor und begründen es.

Anwenden/Selbstüberprüfung:

  • Fernsehtagebuch: Die Kinder führen noch einmal über eine Woche ein Fernsehtagebuch. Sie reflektieren es mit folgender Leitfrage: Wie hat sich mein eigenes Konsumverhalten verändert?

Qualitätsmerkmale

Fokus Kind:

Kindgemässheit: Rahmengeschichte mit Rahmenfigur, Kinder bringen eigene Erfahrungen ein

Lebensnähe: TV gehört zum Alltag der Kinder

Gegenwartsbezug / Zukunftsbedeutung:
Durch steigernde Anzahl an Sendern wird die Auswahl immer anspruchsvoller. Trennung von Realität und Virtualität nimmt an Wichtigkeit zu.

Fokus Sache:

Sachgemässheit: geschichtliche und technische Entwicklung des Fernsehens.

Multiperspektivität: geschichtlicher, technischer, biologischer, wirtschaftlicher, psychologischer Aspekt.

Vernetzung: Individuum und Gesellschaft, Deutsch, Geschichte, Technik

Wert- und Sinnorientierung:

materieller, virtueller und informeller Wert unterscheiden lernen à Selbstreflexion über eigenes mediales Konsumverhalten

Fokus Lernen:

Exemplarizität: Fernseher als Sinnbild für informelle virtuelle Welt
Problemorientierung/exploratives Lernen:

Erforschung des eigenen Konsumverhalten durch Fernsehtagebuch

Handlunsorientierung:
Zusammenstellung eines eigenen Fernsehprogrammes

Originale Begegnung/Realanschauung:

Exkursion TV Ostschweiz

Prozess- und Ergebnisorientierung:

Bewussteres Fernsehkonsumverhalten

Chic, Oli, Chaib, Quanito

Montag, 4. Juni 2007

Bring- und Holaktion

  1. Die Auswahl erfolgte relativ rasch, da wir zu Hause eine grosse Anhäufung von Dingen besitzen, die ehemals einen Nutzwert hatten. Dies brachte uns über unser Konsumverhalten und unsere Wegwerf-Gesellschaft zum Sinnieren.

  1. Auswahlkriterien der Gegenstände:

· Keine persönliche Bedeutung mehr

· Keine Nutzfunktion mehr

· Nutzwert für andere Personen (Funktionalität und Ästhetik)

· Gewicht und Grösse (schleppen möglich?)

  1. Con Corazon nahmen wir die Gegenstände mit, da wir uns damit erhoffen, anderen eine Freude zu bereiten J.

  1. Uns (MÄNNER) fiel auf, dass viele Gegenstände einen weiblichen Touch mit sich brachten. Dies erschwerte uns die Wahl eines „nützlichen“ Dinges. Bei der Durchsicht der Angebote wurden viele Erinnerungen wach gerufen (Kelly Family CDs, Bravo Hits, alte Rollschuhe etc.). Das Schlendern durch die Gänge führte zu überraschenden Gesprächen mit Personen, mit welchen man ansonsten nicht viel zu tun hat.

  1. Mit gemischten Gefühlen standen wir vor den nicht mitgenommen Objekten und überlegten uns ernsthaft, aus welchen Gründen sie keinen Anklang fanden. Bei einem nächsten Mal würden wir die Auswahlkriterien unter Punkt 2 nochmals überdenken. Aber da wir wissen, dass die liegengebliebenen Gegenstände dem Brockenhaus übergeben werden, lindern dass unseren Schmerz.

  1. Wir haben weniger genommen, als wir mitgebracht haben. Dies aus rein nachhaltigen Gründen...

  1. Eine Möglichkeit würde sich bei einem Flohmarkt bieten. Selbstverständlich wäre ein Einbezug der Eltern denkbar/wünschenswert. Es könnte auch die Folge einer Diskussion über den Sinn und Wert von eigenem Konsumverhalten sein. Eine solche Bring-hol-Aktion könnte auch im Rahmen einer Klassenprojektarbeit (Organisation und Durchführung) für die ganze Schule durchgeführt werden.

Chic, Oli, Chaib, Quanito

Donnerstag, 31. Mai 2007

Ich als ein Teil der Natur

Meine Beziehung zur Natur verstehe ich als Wechselwirkung eines riesigen Systems. Einerseits werde ich von der Natur geleitet, in dem ich beim Skifahren auf Schnee und beim Surfen auf Wellen angewiesen bin. Andererseits trage ich an der ständigen Veränderung des Systems bei. Dieser Beitrag kann positive oder negative Wirkungen für die Natur haben. Hierbei spielt die Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle.

Ich möchte nun aber gerne ein wenig über meine intime Beziehung zur Natur sprechen. Noch vor einigen Jahren äusserte sich die Liebe nur sehr gering. Im Teenageralter konnte ich die schönen Seiten der Natur kaum erkennen. Ich lief einfach an wunderschönen Sonnenuntergängen vorbei, joggte „blind“ über den laubübersäten Laubboden oder dachte beim Skifahren nur an Geschwindigkeit und an Manöver. Erst mit fortgeschrittenem Alter erlang ich die Einsicht, dass die Natur uns wunderschöne Dinge zeigen kann.
Um meine Beziehung besser zu veranschaulichen, möchte ich ein spezielles Erlebnis schildern. Ich bin ein passionierter Wellenreiter. Ich gehe oft auf Reisen um diesen Hunger nach Ozean zu stillen. In Australien durfte ich eine epische Surfsession erleben. Es war halb sieben morgens, der Wind blies sehr stark ablandig, die Vögel pickten ihr Frühstück gleich vor der Brandung aus dem Sand, die Wellen rollten in grossen Abständen vom immer hellerwerdenden Horizont auf den Strand zu und die Wolken liessen den Himmel als Weltuntergang erscheinen. In mitten dieses wunderschönen, von Menschen verlassenen, Szenarios stand mein schwedischer Freund und ich vor der Brandung. Die starke Strömung und der grosse Dünung erschwerten das Rauspaddeln erheblich. Endlich draussen angekommen warteten wir auf die riesigen Brecher und versuchten in die richtige Position zu paddeln. Es war nicht einfach die Wellen zu erwischen. Ich erwischte als erster eine und surfte sie mit viel Emotionen ab. Ich kann das Gefühl während das aquatischen Rittes nicht beschreiben, so unglaublich war dieser. Auf der nächsten Welle folgte mir mein Freund. Er und ich schreiten vor Glücksgefühlen. Gleich nach seinem Ritt lag er auf sein Brett um den Rückweg nach draussen in Angriff zu nehmen. In diesem Moment sprang ein surfender Delphin über seinen Rücken. WOW, das war für mich Natur pur!
Ich stehen der Natur in jeder Surfsession sehr nahe. Es müssen so viele Bedingungen zusammenspielen, damit surfen überhaupt möglich wird (Dünung, Wellenrichtung, Gezeiten, Wind, Meeresboden usw.). Gerade durch diese Abhängigkeit der Umstände muss man sich in das System der Natur einfügen, ansonsten wäre keinen Surfen möglich. Erst wenn ich eins mit der Natur werde, kann ich richtig gut und für mich nachhaltig surfen.


Klimaveränderung spielt in meiner allgemeinen Beziehung zur Natur eine wichtige Rolle. Durch die Veränderung des Klimas ändert sich auch die Natur. Klimazonen werden verschoben und neue Bedingungen für Flora, Fauna und Mensch entstehen. Diese Folgen sind leider nicht nur positiv. Lass uns also das Klima nicht erwärmen, sondern aus den persönlichen positiven Erfahrungen mit der Natur die Kraft schöpfen, ihr zu helfen.

Dienstag, 29. Mai 2007

Naturlauschen unter der Buche

Obwohl in der jetzigen Zeit nicht viel Raum für entspannende Tage bleibt, habe ich mich dieses Wochenende auf einem Bauernhof mit dem M&U-Auftrag auseinander gesetzt.
Der Bauernhof ist mit dem Biolabel ausgezeichnet und ist „naturfreundlich“ in die Landschaft eingebettet.
An der Waldlichtung, welche sich am Ende des Grundstücks befindet, habe ich mich auf eine Wurzel einer 200 jährigen Buche gesetzt und versucht in die Natur zu horchen.
Zuerst hatte ich sehr Mühe mich zu entspannen und runterzufahren. Doch nach einer gewissen Zeit konnte ich die Natur in mich aufsaugen und der Rest meiner täglichen Gedanken verhallten nach und nach.
Die Intensität der Naturgeräusche nahm stetig zu und ich hatte das Gefühl, dass ich immer tiefer in die Natur versank und somit ein Teil von ihr wurde.
Vom Rauschen der Blätter, vom Zwitschern der Vögel, vom Plätschern des Bächleins, bis zum Ästeknacken durch das Rotwild, alle dies sog ich in mich auf und spürte eine innige Wärme.
In solchen Momenten wird mir noch mehr bewusst, dass wir Menschen ein Teil der Natur sind. Wir sind zwar hoch technologisiert und versuchen uns von der Naturabhängigkeit loszureissen, die Abhängigkeit bleibt aber, ob wir wollen oder nicht.
Für mich persönlich bedeutet die bewusste Verbundenheit mit der Natur Spiritualität.

Das Klima und der brisante Klimawandel sind ein Teil der Natur. Schon immer hat sich das Klima verändert und somit auch die gesamte Natur mitgeformt. Wir nehmen mehr oder weniger bewusst war, dass wir ein Teil der Natur sind und in Abhängigkeit zur Natur stehen. Ob sich aber unser Einmischen in die Natur positiv (menschenfreundliches Erdklima) auf die Menschheit auswirkt, wird sich zeigen.


Montag, 28. Mai 2007

Der Mensch als Teil der Natur

Seit jeher ist das Verhältnis des Menschen zur Natur durch ein emotionales Spannungsfeld zwischen Angst und Faszination geprägt. Und der Mensch hat die Natur seit jeher genutzt, sich ihrer Ressourcen bedient. Wenn ich mir ganz bewusst Zeit nehme, die Natur auf mich wirken zu lassen, so denke ich weder an Naturnutzen noch an bedrohliche Naturkatastrophen, sondern bin einfach nur fasziniert. Ich gehe dann achtsam und mit offenen Augen und Ohren durch den Wald oder über die Felder und staune über die Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt, bin hingerissen von den vielen kleinen Details, die im Vorbeigehen normalerweise einfach ungeachtet bleiben und bin überwältigt von einem unglaublich komplexen und vernetzten System, das unsere Natur darstellt. Sie ist ein ausgeklügeltes System, das wohl selbst die Wissenschaft nie vollends in ihrer Komplexität erfassen wird. Mit der Faszination kommt die Dankbarkeit angesichts der wertvollen Leistungen, welche die Natur für die Menschen vollbringt. Aber auch Dankbarkeit über die Schönheit der Natur. Sie macht das Leben irgendwie lebenswert. Tiere und Blumen, Früchte und Bäume – sie dienen uns nicht nur als Nahrungsquellen, sondern bereichern unsere Welt mit ihrer Farbenpracht und ihrem Duft und ihrem Geschmack. Ohne sie wären wir auf jeden Fall ärmer.
Der Mensch ist ein Teil der Natur – er ist damit auch abhängig von ihr, sie ist unsere Lebensbasis, unser Zuhause, wir haben keine zweite Erde. So ist und sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, sie zu schützen und zu behüten, denn sie ist unser Leben. Für mich ist die Natur ein Wert, den man mit Gold nicht aufwiegen kann. Es gibt absolute Werte, die weder einem Wandel unterliegen noch auf einer Skala verewigt werden können. Dazu gehört der Wert der Natur.
Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die Natur nicht nur brauchen, um physisch zu überleben, sondern genauso dringend für unser seelisches und psychisches Wohlergehen. Daraus wachst auch das Bedürfnis, zwischendurch aus den Siedlungsgebieten hinaus und von den geteerten Strassen weg in Erholungsräume zu gehen, aus dem schnellen Tempo der Zivilisation auszusteigen, um nachzudenken und Körper, Geist und Seele „auszulüften“.
Liebe Studierende, herzlichen Dank für Ihre spannenden und persönlichen Posts.

Die Anfrage von Quantino, inwiefern die PHR als Institution sich um Nachhaltigkeit bemüht ist eine wichtige... die PHR ist daran, ihre Gewohnheiten kritisch zu überprüfen – einiges wurde gemacht, vieles steht noch an. CD-Recycling, Parkplatzbewirtschaftung (mit dem Ziel, dass vermehrt die öffentlichen Verkehrsmittel zur Anfahrt benutzt werden), Papierverminderung, Recycling, Reduzierung der Mensaabfälle... dies einige Punkte, die bereits verwirklicht wurden oder in nächster Zeit in Angriff genommen werden. Die Liste ist noch stark ergänzungwürdig: wir haben noch viel Arbeit vor uns – das MU-Team ist kontinuierlich dabei der PHR Vorschläge zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Institution zu entwickeln und zu unterbreiten.

Sie haben den Text von Herz u.a. als sehr hilfreich verstanden. Die Vorschläge, die er formuliert, stellen eine Herausforderung für die Schul- und Vorbereitungspraxis dar. Sie haben Sich von dem einen oder anderen Gedanken inspirieren lassen. Wie Oli in seinem Post schreibt haben wir sehr viel erreicht, wenn es uns gelingt, die BNE nicht nur als ein „Thema“, dass von aussen in unsere Schule oder Unterricht eingepflanzt wird, wahrgenommen wird, sondern der Nachhaltigkeitsgedanke so alltäglich für uns Lehrerinnen und Lehrer wird, dass die SchülerInnen diese Selbstverständlichkeit in Ihr eigenes Verhalten integrieren und damit aufwachsen. Herz’ Vorschläge dürfen wir durchaus auch als Visionen verstehen – lassen wir uns also davon nicht abschrecken; auch Visionen können langfristig verwirklicht werden.

Ein sehr motivierendes und gutes Beispiel habe ich von Quantino gelesen, wie wir uns und andere zur Nachhaltigkeit motivieren können: es braucht tatsächlich sehr wenig um doch einiges zu erreichen. Ebenso verknüpfen Sie Ihre Überlegungen zu den Wochenaufträgen sehr stimmig mit Ihrem Blogthema Klima.

Den Auftrag vom vergangenen Montag haben Sie gut gelöst und spannende Gedanken zur Weiterentwicklung notiert.

Freundliche Grüsse, Michael Zahner

Sonntag, 27. Mai 2007

Gelassenheit

Auf dem Freudenberg habe ich den letzten warmen Tag über das Pfingstwochenende verbracht. Die Vorhersage der Metrologen zeichnete sich teilweise schon ab: der Himmel verdunkelte sich ab und zu, um bald darauf wieder klar zu werden. Ich sass mitten in der Wiese, um mich herum die in Reih und Glied aufgstappelten Papierberge der PH. Eigentlich hättte ich lernen sollen, aber eigentlich hatte ich keine Lust dazu, denn eigentlich genoss ich viel mehr die wunderbare Stimmung um mich herum.

Ich gehe gerne den Freudenberg hoch, weil sich dort oben weniger Menschen einfinden. Die meisten bleiben weiter unten bei den Drei Weihern. Und diejenigen, die den Weg doch bis zur kleinen Anhöhe finden, teilen meine Affinität zur Ruhe und Betrachtung der Natur. Die Sicht war klar und ich sah bis weit über den Rosenberg hinaus die grünen Felder und das glitzernde Wasser des Bodensees. Meine Gedanken schweiften ziemlich ziellos umher, ohne sich festlegen zu wollen. Mein Blick fiel wieder auf die Blätter der PH und seltsamerweise verspürte ich eine gewisse Gelassenheit, die mir in den letzten Wochen abhanden gekommen war. Der ganze Druck - um nicht das Wort Stress zu benutzen - vor den Abschlussprüfungen vermieste mir nicht selten die schönen Sonnentage und liess meine Nerven viel zu oft flattern.

Don't think twice, it's allright! Die Textstelle eines Songs von Bob Dylan fiel mir ein. Mit dieser altgedienten Musiklegende verbinde ich dasselbe, was mir die Natur auch gibt: Ruhe und Gelassenheit. Ich fühlte mich dort oben im Freudenberg, mitten in der Wiese sitzend, aufgehoben von der Kraft der Natur. Ich brauche kein Wellnesshotel, um mich zu erholen. Ich brauche keine Ambitionen, um an mein Ziel zu gelangen. Ich brauche keine Bestätigung, um mich zu verwirklichen. Ich brauche einzig und alleine die Natur, die mir in meinem Leben als Oase der Erholung und Besinnung dient. Ein Ort, indem ich wieder zur Ruhe kommen und meine Gedanken schweifen lassen kann...

Bekanntschaften mit vereinzelten Regentropfen hatte ich an diesen Nachmittag auch gemacht. Das Wetter war ausserordentlich wechselhaft. Doch anstatt mein Hab und Gut zusammen zu raffen und wie üblich so rasch wie möglich einen Unterschlupf suchen, liess ich es diesmal auf mich herunter rieseln. - Einige Menschen hasten fluchend und mit eingezogenen Köpfen durch den Regen und andere spazieren vergnügt und pfeifend hindurch; und es ist bei allen der gleiche Regen...

Diese Gelassenheit, die ich auf dem Freudenberg empfunden habe, möchte ich nun auch in unser Blogthema einfliessen lassen. Wir wissen alle um die Situation und die düsteren Vorhersagen des Klimawandels. Ich möchte mir nichts vormachen: das Klima wandelt sich, unbestreitbar. Doch können wir die Vorgänge entschleunigen und die Ursachen vermeiden. Wir geben der Natur und uns damit die Zeit, sich dem Klima anzupassen. Wir haben die Chance, unser Umdenken in die Tat umzusetzen, indem wir die Nachhaltigkeit leben. Ich bin fest davon überzeugt, dass, wenn wir Menschen diese Verantwortlichkeit wahr nehmen (werden), ich auch noch mit meinen Kindern und Grosskindern pfeifend durch den Regen spazieren werden kann, ohne einen Schutzanzug gegen die säurehaltigen Tropfen tragen zu müssen.

Samstag, 26. Mai 2007

Nachhaltigkeit im fächerübergreifenden Unterricht

Erst muss ich mal los werden. Unglaublich, wie viel bezüglich nachhaltiger Entwicklung schon gemacht wurde. Ich meine, wenn man mal im Internet ein wenig herumstöbert findet man praktisch für alle Bereich (z.B. Verkehr, Bildung , Wohnen, Landwirtschaft usw.) Tipps und Tricks für umwelt- und menschenfreundliche Entwicklung. So auch der Artikel von Otto Herz et al. (2001) über Bildung für Nachhaltige Entwicklung.

Der Bericht kann mir durchaus einige Impulse für meinen zukünftigen Unterricht geben. Ich wurde jedoch ein wenig enttäuscht, denn der Titel versprach sehr viel mehr. Ich erhoffte mir mehr handfeste Tipps für das Schule geben oder für die Gestaltung der Schule. Im Gegensatz dazu berichtet der Textausschnitt viel mehr über die Haltungen, welche Schulen erlangen „sollten“, um nachhaltige Entwicklung zu fördern und über generelle Informationen der Probleme auf der Erde. Ich möchte diesen Abschnitt auf keinen Fall abwerten, er vermittelte mir nur wenig Neues und Handfestes.
Was ich aber aus dem Text gewinnen konnte ist die Bestätigung, fächerübergreifend zu unterrichten und den Aspekt der Nachhaltigkeit im Hinterkopf zu behalten. Denn nahezu alle Fächer bieten Bereiche, bei welchem dieser Aspekt berücksichtigt werden kann. Ein Beispiel soll diese Aussage verdeutlichen. Anstatt in jedem Fach ein losgelöstes Thema zu behandeln, könnte man über die Länge eines Quartals das Thema „Mensch“ durchnehmen. Es würde sich in Mensch und Umwelt, Deutsch, Sport, Musik, Mathematik, Fremdsprache und in den Gestalterischen Fächern eignen. Folgend einige Beispiel für den Unterricht:
- M+U: Anatomie (Biologie), die Evolution (Biologie), diverse Völker (Geschichte) usw.
- Deutsch: Adjektive, welche Charakteren beschreiben, Texte über die Menschheit.
- Sport: Bewegungslehre (Spannung – Entspannung). Ziel: eigenen Körper besser kennen lernen.
- Musik: Tänze und Lieder verschiedener Völker, Körpermusik.
- Mathematik: Körpermasse, Messen mit dem Körper (Wie hat man früher gemessen? z.B. Fuss, Ellen)
- Fremdsprache: Körperteile benennen, Adjektive.
- Gestalten: Menschen, Gesichtsausdrücke skizzieren, Köpfe tonen
und noch vieles mehr.
Doch nicht nur das fächerübergreifende Unterrichten brachte mir Impulse. Auch die Aufzählung der Themenfelder auf S.51 zeigte mir viele neue Idee. Mit dieser Liste, welche irgendwo sicherlich noch übersichtlicher aufgelistet ist, kann als Hilfe für die Planung des Unterrichts dienen. Mit ihr im Hinterkopf geht der Aspekt der Nachhaltig im Unterricht nie verloren. Mich würde der ganze Bericht interessieren. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser mir weit mehr Impulse liefern könnte als nur dieser Ausschnitt.

Auch in Bezug auf unserem Blogthema bietet der Text diverse Impulse. Der Klimawandel ist neben den Menschenrecht einer der bedeutensten Punkte in der Agenda 21. So könnte man zum Beispiel durch die Bemalung von Supermarkfenstern auf das Problem des Klimawandels aufmerksam machen. Oder durch die öffentliche Präsenz auf der Einkaufsmeile wort- und bildstark die umwelttechnischen Anliegen der Schule beziehungsweise der Klasse Kund tun. Nicht nur der Natur zu liebe sollten solche Aktionen vermehrt statt finden. Auch den Kindern und der Schule bringen sie einen Mehrwert. Schülerinnen und Schüler lernen Kommunikationsfähigkeiten anzuwenden und die Schule macht sich öffentlich bemerkbar.Ein letztes Wort zu diesem Thema: Die Schule kann die neue Generation auf das Problem des Klimawandels sensibilisieren. Wir, Erwachsene, sind dabei schon meist auf alte, „schlechte“ Gewohnheiten festgefahren.

Dienstag, 22. Mai 2007

Agenda 21 - die Welt als Schulzimmer

Was alle angeht, können nur alle lösen! Dieser Gedanke ist mir mehrfach durch den Kopf gegangen bei der Lektüre von Herz et al. Der darin gemachte Brückenschlag von globalen Perspektiven und neuen Kommunikationsmedien in die geschützte Welt des Schulzimmers zeigt mir auf, dass wir als zukünftige Lehrpersonen die Verantwortung und Verpflichtung haben, unseren anvertrauten Kindern den Zugang zur echten Bildung für eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen haben. Und dies geht meiner Meinung nur, wenn wir uns getrauen, uns zu öffnen und die ganze Welt als Schulzimmer betrachten...

In den Überlegungen der Autoren zur praktischen Umsetzung der Agenda 21 für die Schulen sehe ich eine wirkliche Chance, um die Nachhaltigkeit eben nachhaltig für die Schülerinnen und Schüler aufzuarbeiten. Was mir dabei auffällt ist, dass es dazu eine gehörige Portion Selbstinitiative, Überzeugungswille und vielleicht auch ein bisschen Pioniergeist braucht. Viele genannten Punkte habe ich bereits in den verschiedenen Schulen meiner Praktika festgestellt: Fachunterricht, fachübergreifendes Lernen und Arbeiten, Assembly etc. Andererseits sehe ich auch das brach liegende Potential, welches Förderungscharakter hat, um der Agenda 21 gerecht zu werden. Besonders beeindruckt hat mich die Idee von den öffentlichen Präsentationen (Grossschaufenstern der Kaufhäuser mit den Kindern gestalten etc.). Chapeau, was für eine geniale Idee!

Ich bin selber noch Lernender im Hause der PHR und habe mein Augenmerk deshalb auf meine nähere Umgebung. Warum fangen wir nicht gleich bei unserer Institution auf Mariaberg an? Warum müssen wir Studis wie so oft für Modulnachweise sinnlos Blätter ausdrucken, wenn es auch in elektronischer Form ginge? Weshalb ist es eine Vorgabe, dass alle Studierende sich einen Laptop anschaffen müssen (Elektroschrott)? Hat die PHR Solarzellen auf dem Flachdach des Südbaus angebracht - weiss das jemand?

Lieber Herr Vega, wenn Sie diese Zeilen lesen, bitte ich Sie, meine Gedankengänge der MU-Dozentenschaft weiter zu reichen und ernsthaft darüber nachzudenken! Es kann nicht sein, dass wir Studierende uns mit der Bildung von Nachhaltigkeit auseinandersetzen und dabei gleichzeitig in einer Instituation ausgebildet werden, wo eben genau diese Entwicklungsideen (noch) nicht umgesetzt sind. Bitte nehmen Sie meinen Input als provokative Anregung und nicht etwa als Anklage auf!


Die Kurzfassung der Erd-Charta gibt mir einen guten Überblick über die Selbstverpflichtung und die anzueigenen Bemühungen, wenn die Agenda 21 umgesetzt werden will. Selbstverständlich steckt auch unser Blogthema Klimawandel in den Sätzen: Integritätserhalt der ökologischen Systeme, das Abstimmen des Verbrauchs, der Produktion sowie Reproduktion der regenerativen Kräfte der Erde und die Sicherstellung, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten die menschliche Entwicklung auf gerechte und nachhaltige Weise unterstützen und fördern. Das Weltklima geht uns alle an, weil wir alle davon gleichermassen betroffen sind. Und deshalb können wir diese Probleme auch nur gemeinsam lösen.

Montag, 21. Mai 2007

Einen ersten Schritt

Beim Lesen des Artikels von Herz, in dem ganz nüchtern und ehrlich über all die Grausamkeiten berichtet wird, die in unserer Welt geschahen und immer noch stattfinden, sind mir all die M&U-Themen, die ich schon behandelt habe, plötzlich ziemlich bedeutungslos vorgekommen. Warum habe ich mich nie an ein Thema gewagt, das wirklich zählt? Vordergründig dachte ich wohl jeweils, dass Themen, wie sie in der Agenda 21 vorgeschlagen werden, der Stufe nicht angepasst sind oder schlichtweg nicht ins Programm passen. Ob ich mich aber einfach nicht kompetent und qualifiziert genug gefühlt habe, eines dieser komplexen Themen methodisch so umzusetzen, dass bei den Kindern ein echtes Verständnis zwischen den sehr verschiedenen Welten wachsen würde? Dabei wären mir die „Lernziele für ein zukunftsfähiges Leben“ (Wissens-Durst, Verstehens-Hunger,...) ein grosses Anliegen als angehende Lehrperson, zumal ich mich in diesem Beruf in einer Funktion sehe, in der man in der aussergewöhnlichen Lage ist, das Leben der heutigen Kinder wirklich zu berühren. Wie wohltuend es darum war, vom fachübergreifenden Lernen und Arbeiten zu lesen: „Dass viele Themenfelder in sich zu komplex sind, um sie alleine adäquat im eigenen engen Sach- und Fachverstand bearbeiten zu können, das verweist darauf, dass in den Schulen Lehrer- und Lehrerinnenverbünde und Thementeams gefragt sind (...). Gemeinsam ist besser als einsam.(...)“ Natürlich bedarf es hier einem sehr aufgeschlossenen und innovativen Team, das die Lehrperson als Teamplayer sieht und einen offenen Stundenplan begrüsst. Hier haben wir „Frischlinge“ wohl einen grossen Vorteil, denn unsere Lehrerbiographie ist noch zu kurz, als dass sich veraltete Bilder der Schule (mit einem fixen Stundenplan) und der Lehrperson (als Einzelkämpfer) verfestigt hätten. Der von Herz beschriebene Gesamtunterricht, in dem verschiedene Fachlehrpersonen ein Thema jeweils aus ihrer Perspektive beleuchten, finde ich eine verlockende Vision. Eine momentan realistischere Möglichkeit ist die Behandlung eines Agenda 21 Themas im Rahmen einer Projektwoche, die an meinem zukünftigen Arbeitsplatz jährlich stattfinden wird. In einer Gruppe ein Angebot im Bereich „Nachhaltige Entwicklung“ zu erarbeiten und schliesslich anzubieten, dem fühle auch ich mich gewachsen. Einen entsprechenden Vorschlag werde ich zu gegebener Zeit bestimmt machen. Herz erwähnt in seinem Artikel eine Weltweisheit, die Mut macht, gerade wenn man noch an den Anfängen der BNE steht und zum Beispiel mit einer simplen Projektwoche einen ersten Beitrag dazu leistet: „Auch der Weg von 100.000Meilen beginnt mit einem ersten Schritt“.

Nachhaltigkeit in der Schule

Der Artikel von Otto Herz zeigt mir auf, dass die Themenfelder der Agenda 21 im täglichen Schulunterricht aufgegriffen werden können. Die Agenda 21 betrifft uns alle und deswegen kann dieses Anliegen vor der Schule erst recht nicht halt machen.
Natürlich kann nicht auf jeder Stufe mit der Agenda 21 eins zu eins gearbeitet werden. Das jeweilige Teilthema muss auf das Niveau der Kinder heruntergebrochen werden. Als Alternative bietet sich die Kinderagenda an, welche auf die Kinder zugeschnitten ist und Zusammenhänge kindgerecht darstellt.
Die optimale Situation wäre, wenn das ganze Lehrpersonenteam am Themengebiet der Agenda 21 arbeiten würde und sich so ein lückenloses Gefäss der Nachhaltigkeit für die Kinder bilden würde. Damit ist nicht gemeint, dass die Bereiche isoliert betrachtet und behandelt werden sollten, sondern, dass diese alltäglich in den Unterricht einfliessen und erlebend angelegt werden.
Durch vor- und mitgelebte Nachhaltigkeit wird mit der Zeit von den Kindern übernommen. Den Kindern wird so Mitverantwortung und Handlungsmöglichkeiten vermittelt, welche das Interesse der Kinder weckt und motivierend wirkt.
Zudem soll die Umsetzung der nachhaltigen Punkte eine positive Zukunftsperspektive aufzeigen und das Gefühl der Mitwirkung und Mitbestimmung hervorrufen.

Mit der Aufführung „Erd-Charta“ trifft Otto Herz den Nagel auf den Kopf. Ich denke, dass die Selbstverpflichtung eine zentrale Rolle spielt.
Zuerst steht das „Aufzeigen“, dann die „Einsicht“, die „Verantwortungsübernahme“, der Wille zur „Veränderung“ und schlussendlich folgt die „Selbstverpflichtung“.
Im Blickwinkel des Klimas ist es höchste Eisenbahn, dass das Level der Selbstverpflichtung erreicht wird, um am gleichen Ort anzusetzen und so weltweit tiefgreifende Veränderungen zu erreichen.
Wir sind uns, der Mitwelt und der Zukunft verpflichtet.

Indianer und Nachhalige Entwicklung

Themenwahl:
Einerseits wurde die gewählte Unterrichtseinheit für die Unter- und Mittelstufe konzipiert und entspricht daher beiden Zielstufen unserer Gruppe. Andererseits ist eine Völkergruppe ein Thema, das eine Vielfalt von Perspektiven enthält: gesellschaftlich, sozial, wirtschaftlich, politisch,...

Analyse der Unterrichtseinheit:

  • Unterschied zu herkömmlichen Unterrichtseinheiten in MU: Der Fokus in dieser Unterrichtseinheit ist ganz klar auf BNE ausgerichtet. Die BNE steht im Zentrum und die Inhalte werden um BNE konstruiert. Bei herkömmlichen Unterrichtseinheiten wird dagegen viel eher von den verschiedenen Teilbereichten/Perspektiven (I+G, N+T,...) in MU ausgegangen.
  • Angestrebte Teilkompetenzen einer BNE:
    • a.1 Sie kennen den Begriff Nachhaltige Entwicklung und die Geschichte der Idee Nachhaltigkeit sowie mind. eine andere alternative Vorstellung der gesellschaftlichen Entwicklung.
    • a.6 Sie können verschiedene Gerechtigkeitsvorstellungen und die Legitimität von Bedürfnissen diskutieren.
    • c.4 Sie erkennen, dass aus gleichem Wissen unterschiedliche Entscheidungen resultieren können, die alle mit Blick auf eine Nachhaltige Entw. ihre jeweiligen Vor- und Nachteile haben, und sie lassen sich dadurch sowie durch die Unvollständigkeit des Wissens in ihrer Entscheidungsbereitschaft nicht beeinträchtigen.
    • d.3 Sie kennen relevante Möglichkeiten, die gesellschaftliche Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit zu steuern, die Individuen oder Kollektiven zur Verfügung stehen.
    • e.1 Sie können zu den verschiedenen Aspekten nachhaltiger Entwicklung gezielt und aus verschiedenen Fachgebieten relevante Informationen suchen.
    • f.3 Sie kennen Grundlagen und Methoden der Visionsbildung und können mit deren Hilfe gemeinsam mit anderen Zukunftsentwürfe entwickeln.
    • g.1 Sie können, bezogen auf den Kontext der Nachhaltigkeit, Vor- und Nachteile sowie Reichweite von partizipativ getroffenen Entscheidungen diskutieren.
  • Didaktische Prinzipien und Methoden der Umsetzung:
    • Visionsorientierung: mittels Rollenspiel
    • Handlungs- und Reflexionsorientierung: mittels Rollenspiel und Werkstatt
    • Entdeckendes Lernen: Unterricht beginnt mit dem Aufwurf von der übergeordneten Fragestellung „Was brauchen die Ojjbwa-Indianer heute, damit sie friedlich leben können?
    • Vernetztes Lernen: Das Nachhaltigkeitsdreieck wird fokussiert, indem die drei Seiten, nämlich die Wirtschaft (Ölfirmen), das Soziale (Gesellschaftsstrukturen, soziale Status der heutigen Indianer) und die Umwelt (Naturschutz, Naturverbundenheit) beleuchtet werden.
    • Zugänglichkeit: Indianer (allgemein fremde Völker) fasziniert Kinder, Schaffung von Verbindlichkeit und Personifizierung durch Fotos und Aussagen der Involvierten.

Weiterentwicklung der Unterrichtseinheit:

· Verbindung von sozialem, selbstbezogenem und methodenorientiertem mit sachbezogenem Lernen: Arena zum Thema „Arbeitslosigkeit“ veranstalten.

· Partizipationsorientierung: Gruppenvorträge zu Interessensgebieten im Thema „Indianer heute“, regelmässige Klassengespräche über allgemeine Nachhaltigkeit (Ressourcenausnützung, Klima, Abfall, Artenvielfalt, Erhaltung der Natur, Menschenrechte,...)

Chaib, Chic, Quanito, Oli

Mittwoch, 16. Mai 2007

Freundlicher Umgang mit der Umwelt

Wenn ich mich nachhaltig verhalte, kommt das nicht nur meinem Umfeld und der Umwelt zu gute, sondern auch mir. Diese Erkenntnis habe ich erst vor kurzem gewonnen. Aus dieser Erkenntnis schließt sich meine Motivation, nachhaltig zu handeln.

Die Natur hat einen respektvollen Umgang verdient, denn sie gibt uns so unendlich viel. Sie ernährt uns, sie gibt uns Kraft und Ruhe, sie lässt uns erstaunen, sie bietet Abenteuer und Lernfelder, sie hält uns gesund und noch vieles mehr. Wenn die Menschheit die Natur ausnützt, ohne ihr etwas zurück zu geben, wird sie längerfristig Schäden erleiden. Meiner Meinung kann man den Umgang mit der Natur mit dem Umgang mit einer nahestehenden Person vergleichen. Sind wir zu unseren Mitmenschen öfters unfreundlich, werden sie uns ziemlich schnell zu spüren geben, dass sie unser Verhalten nicht mögen. Sie werden sich entweder zurückziehen oder eine Bemerkung machen, um die Missstände wieder zu korrigieren. Ein Beispiel soll diesen Aspekt erläutern. Wenn ich in meinem Umfeld ein Lächeln an bekannte sowie auch unbekannte Personen verschenke, kann ich damit rechnen, dass ich öfter ein Lächeln zurückbekomme. Diese Aufsteller erhellen nicht nur denn Tag den von mir angelächelten Menschen, sondern auch meinen eigenen. Mit dieser Geste kann ich mein Umfeld nachhaltig beeinflussen.
Sind wir hingegen zu unserer Umwelt „unfreundlich“, gibt sie offensichtlich keine sofortige und direkte Antwort wie die Mitmenschen. Sie steckt erst einmal ein. Längerfristig ist dieser Umgang jedoch von uns Menschen spürbar. Ein sehr schönes Beispiel dazu ist der Klimawandel. Seit der Industrialisierung ist der Wohlstand in Europa immer weiter gestiegen. Sie bescherte uns Maschinen, welche gewisse Arbeiten übernahmen, sie macht immer schnelleres Reisen und Kommunizieren möglich und sie verleiht uns immer mehr Individualismus. Dies hat einen immer höher steigenden Energiehunger zur Folge. Parallel dazu wächst auch der CO2-Ausstoss, welcher unsere Atmosphäre immer mehr zum kochen bringt. Dieser Temperaturanstieg ist jedoch schleichend, welcher unser unfreundliches Verhalten nicht gleich bestraft. Dies ist einer der Gründe, warum wir uns nur schwach ändern wollen. Es hat keine direkten kurzfristigen Konsequenzen für jeden Einzelnen, sondern erst längerfristig, jedoch weltweit. Erste spürbare Reaktionen sind vermehrte Stürme, Überschwemmungen, extreme Temperaturen und Schwankungen.
Wie ich im ersten Abschnitt erwähnte, kam mir diese Erkenntnis erst vor einiger Zeit. Sie veränderte drastisch meine Haltung gegenüber der Natur. Ich bin nun viel motivierter, mich nachhaltig zu verhalten, da ich die Wichtigkeit dieser Einstellung erkannt habe. Mir ist wichtig, dass die Vielfalt und Schönheit der Natur für mich und meine Nachfahren erhalten bleiben. Was mich jedoch manchmal davon abhält, ist mein Drang nach Individualismus. Ich gehe gerne mit meinem Campingbus auf Reisen oder nehme statt den Zug das Auto in die Schule. Mit einer Freundin in der Innerschweiz ist auch mein Wochenendverkehr ziemlich ergiebig, da ich immer über 100 Kilometer reisen muss. Gelegentliche Kommentare von Mitmenschen, ob ich nun immer Grüner werde oder verschmogene Lächeln halten mich jedoch nicht davon ab, mich freundlich gegenüber der Natur zu verhalten.

Verantwortung übernehmen

Was wir essen und trinken, wie wir uns fortbewegen, wohin wir in Urlaub fahren, wie wir uns kleiden – unsere Kaufentscheidungen und unser Verhalten beeinflussen nicht nur unser eigenes Leben. Was wir tun, wirkt sich auch auf andere Menschen aus – oft in anderen Teilen der Welt – und nimmt Einfluss auf das Leben nachfolgender Generationen. Als Verbraucher entscheiden wir mit über den Verbrauch von Energie und Rohstoffen und die Auswirkungen auf das Klima. Wir haben es in der Hand, ob wir billigen, um die halbe Welt gereisten Produkten den Vorzug geben oder mit regionalen Produkten Kulturgüter bewahren und bäuerliche Existenzen sichern. Einfluss zu haben, wenn auch nur im kleinen Rahmen, bedeutet für mich, auch Verantwortung für mein tägliches Handeln zu übernehmen.

So versuche ich heute, nachhaltiger, also bewusster, einzukaufen; ich informiere mich, wo die Produkte herkommen und ob bei ihrer Herstellung Menschenrechte und Umweltschutz beachtet wurden. Nicht immer kann ich mich allerdings daran halten, zumal mein Budget zum jetzigen Zeitpunkt bescheiden ist und die Preise im H&M locken. Darauf möchte ich in Zukunft besser achten: Lieber ein etwas teureres Produkt aus fairem Handel, hinter dem ich stehen kann, als zwei billige Stücke aus dem H&M mit fragwürdigen Produktionsbedingungen. Nachhaltigkeit bedeutet auch Fairneß für mich. Nicht nur auf die eigenen Vorteile bedacht zu sein, sondern Rücksicht zu nehmen auf andere Menschen, auch wenn sie weit weg sind.

Rücksicht nehmen möchte ich auch auf die nachfolgenden Generationen, indem ich zum Schutz von Naturgütern und Rohstoffen beitrage. Reisen mit dem Zug innerhalb Europa, unnötige Fahrten mit dem Auto vermeiden und ein energiebewusster Umgang im Haushalt sind Beiträge, die ich bereits jetzt leiste. Allerdings fahre ich jeden Tag mit dem Auto zur Schule, was dieser Haltung eigentlich widerspricht. Was mich diesbezüglich von nachhaltigem Handeln abhält? 1 ½ Stunden pro Weg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und nach 18:30 Uhr fährt kein Bus mehr von Teufen in meine Richtung. Tja, ruhig und abgelegen zu wohnen hat eben auch seine Nachteile – zwar heizen wir ausschliesslich mit Holz, doch sind wir auf unser Auto angewiesen und belasten damit die Umwelt.
Der Weg der Nachhaltigkeit ist auf keinen Fall der einfachere und fordert noch viele Veränderungen, auch in meinem Leben. Wichtig erscheint mir, nicht wegzuschauen, „weil es ja sowieso nichts bringt“, sondern mit ersten Schritten zu beginnen und so eben doch einen kleinen Beitrag zu leisten.

Dienstag, 15. Mai 2007

Nachhaltigkeit heute

Die Motivation nachhaltig zu handeln ist bei mir in verschiedene Bereiche gegliedert.
Einerseits ist der Gedanke an meine Mitmenschen, die Natur, an das Leben, die Erziehung, die Zukunft und zuletzt sicher auch ein gewisses Mass an Egoismus ausschlaggebend.
Ethische und moralische Argumente sind erdrückend und geben mir zu verstehen, wie ich zu handeln habe. Obwohl ich weiss, dass ich auf einer empfindlichen Kugel lebe und ein ich Zahnrad des Ganzen bin und dass es auf die Verhaltensmuster jedes Einzelnen ankommt, drückt der innere „Schweinehund“ manchmal durch. Ab und an sind meine individuellen Bedürfnisse so gross, dass nachhaltiges Handeln ins Hintertreffen gerät und ich z.B. etwas ökonomisch völlig unsinniges mache.
Normalerweise versuche ich die Nachhaltigkeit, den Nutzen und den eventuellen Schaden abzuwägen, um so zu einer vertretbaren Handlungsweise zu gelangen.

Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit dem (Welt)-Klima ist in aller Munde und somit sehr brisant. Das Bewusstsein, dass unsere Erde eine diffizile Einheit bildet und die Menschheit für diese (auch in eigennützigem Sinn) Verantwortung übernehmen muss, kam schon (im grösseren Rahmen) in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts.
Das aktuelle Problem bildet die Konsensfindung der einzelnen Staaten, die sich an Abmachungen der Nachhaltigkeit halten wollen (müssen). Da aber das verbreitete wirtschaftliche Denken immer noch kurzfristig (kurzfristiger Profit) und nicht nachhaltig ist, kann der gemeinsame Nenner für eine Zukunft unseres Planeten noch nicht gefunden werden.

Freitag, 11. Mai 2007

Nachhaltigkeit ist ansteckend

Wieder einmal eine kleine Szene aus meinem Alltag: Ich stosse mein Fahrrad den Schoren hinunter, weil ich eine Zigarette rauche. Rechts von mir steht eine lange Autokolonne mit laufendem Motor, da irgendwo im Rosentunnel ein Unfall passiert ist. Ich bleibe stehen und drücke den Zigarettenstümmel am Boden aus, würge das Plastikpapier von der Zigarettenschachtel, wickle den Stümmel darin ein und stecke mir das Ganze in die Jackentasche.

Während ich auf mein Fahrrad steige, fällt mein Blick in die Reihe der Autokolonne. Mein Verhalten wurde offensichtlich beobachtet. Drei Autofahrer nicken mir aufmunternd zu und halten ihre Daumen in die Höhe. Ich muss unweigerlich grinsen und zeige auf ihre Autos und gebe ihnen mit der Hand das Zeichen den Motor abzustellen. Die Fahrer lachen mich an und schalten ihre laufenden Motoren ab. Jetzt ist es an mir, den aufgerichteten Daumen in die Höhe zu halten. Und das Beste kommt noch: Diejenigen Autofahrerinnen und Autofahrer, die diese kurze Szene beobachtet haben, schalten alle ihre Motroen aus. Ich lache breit über das ganze Gesicht und radle mit einem unheimlich befriedigendem Gefühl nach Hause...

Seit ich im VS Welt erleben & entdecken in die Kanalisation hinuntergestiegen bin und im Blog die verschiedenen Inputs über die Nachhaltigkeit unserer Natur erhalten habe, gehe ich als Raucher bewusster mit meinem "Abfall" um. Ich werfe meine Kippen nicht mehr achtlos auf den Boden oder in den Gullyschacht. Die kleine Szene von vorhin hat mir aufgezeigt und bestätigt, dass ich damit auf dem richtigen Weg bin. So ist für mich die gemeinsame Freude über eine nachhaltige Aktion einer der vielen Gründe, um Sorge zu unserer Umwelt zu tragen. Wenn jede und jeder ein wenig dazu beiträgt, ist allen damit gedient.

Handkehrum bin ich mir im Klaren, dass sich mein Leben nicht immer nach meinem naturverbundenen Herzchen, sprich der Nachhaltigkeit, richten kann. Beispielsweise spiele ich ernsthaft mit dem Gedanken, nach der PH ein Auto zu kaufen, weil mein Arbeitsweg ansonsten über eine Stunde dauern würde. Als passionierter Langschläfer und Junglehrer in spe bin ich gezwungen, frühzeitig im Schulzimmer zu erscheinen. Ich spare mir mit einem Auto über eine halbe Stunde Arbeitsweg. Nur eben leider auf Kosten der Umwelt...

Die Verknüpfung zu unserem Blogthema "Klimaveränderung" wurde bereits von meinen Blog-"Gspänli" bereits mehrfach erwähnt: CO2-Ausstoss, Elektrizitätskonsum, Lebensstil etc.

Das Klima hat sich verändert und wird es weiterhin tun. Erst jetzt, da uns das Wasser bis zum Halse steht und wir die Auswirkungen des Klimas sehen und spüren, beginnt es in den Köpfen der Allgemeinheit zu rattern. Ich bin froh darüber und werde meine Kippen weiterhin nachhaltig entsorgen, um den "Virus" Nachhaltigkeit bewusst weiter zu verbreiten.

Donnerstag, 10. Mai 2007

Ein stinknormaler Tag...

Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass, wenn jemand mehr als sieben Menschen auf dieser Welt kennt, er oder sie durch die diese Verbindungen mit allen Menschen auf der Welt in Kontakt steht. Ich kann nicht sagen, ob diese Aussage stimmt, jedoch beeindruckt mich diese Behauptung, sollte sie wahr sein.

Vernetzungen mit anderen Menschen sind im Alltag überall zu erkennen. Ich habe mir vorgenommen, einen ganzen Tag lang ganz bewusst darauf zu achten, welchen Menchen ich begegne und was für eine Bedeutung sie für mich haben. Beginnen wir also am Morgen: Ich stehe auf und mache mir einen Café (Bauer, Transport, Herstellung, Wasser, Elektrizität, Kaffeemaschinenherstellung, Handel etc.). Danach geht es ab unter die Dusche (Wasseraufbereitung, Rohrverlegungen, Unterhalt, Sanitär etc.).

Bevor ich zur Bushaltestelle haste, fische ich mir noch die Morgenzeitung aus dem Briefkasten (Zeitungsredaktion, Fotografen, Papierherstellung, Druckerein, Post etc.). Hastig eile ich zum wartenden Bus und löse meinen Fahrschein (Autoherstellung, Unterhalt, Chauffeur, Automatentechniker etc.).

Beim Bahnhof angekommen überfällt mich bereits wieder die erste Müdigkeit und ich hole mir noch rasch einen zweiten Café (Vernetzung siehe oben beim Morgencafé...) und warte dann mit einer Zigarette (Plantagenarbeiter, Tabakindustrie, Transport, Handel etc.) am Bahnhofquai auf den Zug. Hier treffe ich die ersten Studis von der PH an. Der allgemeine Smalltalk setzt ein und beim Eintreffen in Rorschach bin ich wieder up to date, was Abgabetermine, Modulnachweiskriterien und das Neueste vom PHR-Buschtelefon anbelangt (die werte Leserschaft mache sich selber ein Bild davon, was hierbei wichtig war oder nicht...).

Der Zug fährt ein und das übliche Gedränge beginnt wie jeden Morgen (SBB, Zugpersonal, Gleisunterhalt, Elektrizität etc.). Endlich am Ziel (meiner Träume!) öffne ich die schwere Pforte des Haupteingangs und trete über die Schwelle in die PH ein (Hauswartsdienst, Dozentenschaft, ICT-Support, Studentenschaft, Mensabetrieb, Bibliothek etc.)

Hier höre ich auf mit meiner Aufzählung von Vernetzungen aus meinem "stinknormalen" Alltag. Die Liste könnte ich endlos weiterführen und würde wahrscheinlich noch viele Verbindungen vergessen, die mir aber im alltäglichen Leben sofort auffallen und vielleicht auch fehlen würden, sollten sie nicht vorhanden sein. Ich bin Mensch; und der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

Der Link zu unserem Gruppenblogthema Klimawandel: Ich nehme hier das Paradebeispiel der Metrologen, die jeden Tag eine unglaubliche Leistung vollbringen, um uns eine Wettervorhersage zu bieten. Wer sich mal mit der Verteilung der vielen metrologischen Messstationen und den komplizierten Berechnungen befasst hat, wird unschwer erkennen, dass die Arbeit in diesem Bereich immens ist. Ich meine, es ist ja nicht nur so, dass die Metrologinnen und Metrologen uns sagen, ob wir am nächsten Tag einen Regenschirm mitnehmen oder die Schulreise absagen müssen. Nein, es geht um sehr viel mehr: Unwetterwarnungen, Klimawandelstudien, Datenverarbeitungen und -vergleiche etc.

Um die Bedeutung der klimabezogenen oder der alltäglichen Vernetzungen kurz zu fassen: solange es so läuft und funktioniert, wie wir es gewohnt sind, bemerken wir es nicht. Es fällt uns erst auf, wenn etwas fehlt!

Selbstverständlichkeit der Vernetzung

Die Frage nach Vernetzungen bezüglich Arbeit eine sehr spannende, aber leider oft vernachlässigte Frage. Wie kommt der Strom in unsere Steckdose und wer ist daran beteiligt damit das Licht „immer“ angeht? Vernetzungen sind auch im Bekanntenkreis vorhanden. Mit wem habe ich welche Art von Beziehung und was mache ich für diese Beziehung? Solche Fragestellungen sollen in diesem Blog beantwortet werden und mit dem Gruppenblogthema Klima in Verbindung gebracht werden.

Wenn Menschen den Lichtschalter betätigen, überlegen sie in den meisten Fällen nicht, was nötig ist, damit die Birne brennt. Elektrizität, als auch andere Ware, ist in unseren Breitengraden zu Selbstverständlichkeit geworden. Man zahlt die Dienstleistung und bedenkt kaum die Umstände der Produktion. Doch auch diese Selbstverständlichkeit verdient gelegentliche Bewusstwerdung und Wertschätzung.
Die Vernetzung von Arbeitskräften welche es benötigt, damit der elektrische Strom bis in unsere Dosen gelangt, ist riesig. Viele Menschen sind sich wohl bewusst, dass der Strom in einem Kraftwerk produziert wird. Dort braucht es Arbeiter, die das Werk unterhalten, so dass die Produktion nahtlos vonstatten geht. Bauarbeiter ziehen nach dem Kraftwerk Leitungen über- und unterirdisch in die Verteilstationen. Auch in der Station braucht es wieder Menschen, die es warten und betreuen. Zwischen Verteilstation und dem zu Hause müssen Stromleitungen verlegt werden, welche in den meisten Fällen unter der Strasse angebracht sind. Schlussendlich zieht der Elektriker die Kabel in alle Steckdosen. Damit ist aber die Vernetzung der Arbeitskräfte noch lange nicht vollständig erklärt, denn alle Materialien für die obenerwähnten Produkte müssen zuerst hergestellt werden. Die Kupferkabel, das Turbinenrad im Kraftwerk, die Transistoren in den Verteilerstationen und vieles mehr müssen zuerst produziert werden, wofür es ebenfalls Arbeiter braucht. Und auch diese Vorgänge werden in Werkstätten vollzogen, welche von weiteren Menschen gebaut werden müssen. Die Vernetzung ist somit endlos.
Die erwähnte Vernetzung von Arbeitern ist nur ein sehr kleiner Ausschnitt eines riesigen Systems. Und wenn nur eine Verbindung dieses System unterbrochen wird, brennt die Birne schon nicht mehr. Ich nenne dieses funktionieren des Systems eine menschliche Meisterleistung. Jeder verlässt sich auf den anderen und in den meisten Fällen läuft dieser Prozess reibungslos. Wenn ich also elektrischen Strom gebrauche, ist ein unvorstellbare Menschenmenge daran beteiligt. Sie alle Arbeiten für mich und ich arbeite wiederum in anderen Systemen für sie, direkt und indirekt. Das ganze Zusammenspiel grenzt meiner Meinung nach an ein organisatorisches Wunder.
Auch im Bekanntenkreis gibt es diese Vernetzungen. Wem ist es nicht schon so ergangen, dass man in einer Situation Menschen trifft, bei welchem wir es für unmöglich halten, dass sie unsere besten Freunde kennen. So ist es mir schon ergangen, dass ich auf einem anderen Kontinent jemand kennen lernte, welcher meinen besten Freund gut kennt. Ich bin dabei immer sehr erstaunt, welche Wege das Leben geht.
Die Vernetzung des Klimawandels mit meinem Leben ist sehr gross, denn jedes Mal wenn ich elektrischen Strom benötige, trage ich zum Treibhauseffekt bei. Unser Strom kommt zu etwa einem Viertel aus dem Ausland und dieser wird zum Teil immer noch mit Kohle und fossilen Brennstoffen erzeugt, welche CO2 in grossen Mengen an die Umwelt abgeben. Somit trage ich durch meinen Stromverbrauch indirekt zum Klimawandel bei. Dieses vernetzte Denken bringt mich dazu, durch kleine Massnahmen mein Stromverbrauch zu senken. Wie der dritte Klimabericht der Vereinten Nationen zeigt, ist es jetzt höchste Zeit, dass sich alle um die Folgen des Klimawandels verantwortlich zeigen. Um diese Verantwortlichkeit auszulösen ist das vernetzte Denken von elementarer Bedeutung.

Selbstverständlichkeit der Vernetzung

Die Frage nach Vernetzungen bezüglich Arbeit eine sehr spannende, aber leider oft vernachlässigte Frage. Wie kommt der Strom in unsere Steckdose und wer ist daran beteiligt damit das Licht „immer“ angeht? Vernetzungen sind auch im Bekanntenkreis vorhanden. Mit wem habe ich welche Art von Beziehung und was mache ich für diese Beziehung? Solche Fragestellungen sollen in diesem Blog beantwortet werden und mit dem Gruppenblogthema Klima in Verbindung gebracht werden.

Wenn Menschen den Lichtschalter betätigen, überlegen sie in den meisten Fällen nicht, was nötig ist, damit die Birne brennt. Elektrizität, als auch andere Ware, ist in unseren Breitengraden zu Selbstverständlichkeit geworden. Man zahlt die Dienstleistung und bedenkt kaum die Umstände der Produktion. Doch auch diese Selbstverständlichkeit verdient gelegentliche Bewusstwerdung und Wertschätzung.
Die Vernetzung von Arbeitskräften welche es benötigt, damit der elektrische Strom bis in unsere Dosen gelangt, ist riesig. Viele Menschen sind sich wohl bewusst, dass der Strom in einem Kraftwerk produziert wird. Dort braucht es Arbeiter, die das Werk unterhalten, so dass die Produktion nahtlos vonstatten geht. Bauarbeiter ziehen nach dem Kraftwerk Leitungen über- und unterirdisch in die Verteilstationen. Auch in der Station braucht es wieder Menschen, die es warten und betreuen. Zwischen Verteilstation und dem zu Hause müssen Stromleitungen verlegt werden, welche in den meisten Fällen unter der Strasse angebracht sind. Schlussendlich zieht der Elektriker die Kabel in alle Steckdosen. Damit ist aber die Vernetzung der Arbeitskräfte noch lange nicht vollständig erklärt, denn alle Materialien für die obenerwähnten Produkte müssen zuerst hergestellt werden. Die Kupferkabel, das Turbinenrad im Kraftwerk, die Transistoren in den Verteilerstationen und vieles mehr müssen zuerst produziert werden, wofür es ebenfalls Arbeiter braucht. Und auch diese Vorgänge werden in Werkstätten vollzogen, welche von weiteren Menschen gebaut werden müssen. Die Vernetzung ist somit endlos.
Die erwähnte Vernetzung von Arbeitern ist nur ein sehr kleiner Ausschnitt eines riesigen Systems. Und wenn nur eine Verbindung dieses System unterbrochen wird, brennt die Birne schon nicht mehr. Ich nenne dieses funktionieren des Systems eine menschliche Meisterleistung. Jeder verlässt sich auf den anderen und in den meisten Fällen läuft dieser Prozess reibungslos. Wenn ich also elektrischen Strom gebrauche, ist ein unvorstellbare Menschenmenge daran beteiligt. Sie alle Arbeiten für mich und ich arbeite wiederum in anderen Systemen für sie, direkt und indirekt. Das ganze Zusammenspiel grenzt meiner Meinung nach an ein organisatorisches Wunder.
Auch im Bekanntenkreis gibt es diese Vernetzungen. Wem ist es nicht schon so ergangen, dass man in einer Situation Menschen trifft, bei welchem wir es für unmöglich halten, dass sie unsere besten Freunde kennen. So ist es mir schon ergangen, dass ich auf einem anderen Kontinent jemand kennen lernte, welcher meinen besten Freund gut kennt. Ich bin dabei immer sehr erstaunt, welche Wege das Leben geht.
Die Vernetzung des Klimawandels mit meinem Leben ist sehr gross, denn jedes Mal wenn ich elektrischen Strom benötige, trage ich zum Treibhauseffekt bei. Unser Strom kommt zu etwa einem Viertel aus dem Ausland und dieser wird zum Teil immer noch mit Kohle und fossilen Brennstoffen erzeugt, welche CO2 in grossen Mengen an die Umwelt abgeben. Somit trage ich durch meinen Stromverbrauch indirekt zum Klimawandel bei. Dieses vernetzte Denken bringt mich dazu, durch kleine Massnahmen mein Stromverbrauch zu senken. Wie der dritte Klimabericht der Vereinten Nationen zeigt, ist es jetzt höchste Zeit, dass sich alle um die Folgen des Klimawandels verantwortlich zeigen. Um diese Verantwortlichkeit auszulösen ist das vernetzte Denken von elementarer Bedeutung.

Mittwoch, 9. Mai 2007

Die vernetzte Menschheit

Das Leben ist eine einziges Netzwerk. Alles steht in Beziehung zu etwas anderem. Das Paradebeispiel ist das Internet. Ein grosser Teil der Menschheit ist miteinander vernetzt. Bringt uns aber die Vernetztheit einen gesellschaftlichen Vorteil? Sind die Menschen weniger einsam, da die Möglichkeit zum zwischenmenschlichen Austausch grösser ist?
Weltweite Studien belegen, dass Menschen, die in industrialisierten Ländern leben und somit meistens Internetzugang haben, vereinsamen und sich unglücklich fühlen.
Daraus folgt, dass Vernetzung nicht gleich Kontakt bedeutet.
Gestern Abend ass ich vor dem Fernsehgerät Trauben aus Italien und ich begann mir zu überlegen, wer und was alles beteiligt sein muss, damit ich hier und jetzt meine weissen Trauben geniessen konnte.
Die Liste wurde ziemlich lang und ich fragte mich, ob ein so grosser Aufwand „nur“ für mich (1 Person) gerechtfertigt sei!?
Ich sagte mir, dass ich wenigstens keine Früchte aus Übersee kaufe und so ökologisch etwas besser dastehe.

Wie vernetzt muss die Welt sein? Heute besteht der Anspruch, dass man von einem Ort zum andern in einer nützlichen Frist gelangt. Unvorstellbar, dass ein Mensch, der unter 35 Jahre ist, die Welt und einen Teil derer Länder nicht bereist hat.
Die Welt ist ein Dorf, wobei die Kontinente die Häuser bilden, die nur um die Ecke liegen.
Dann denke ich an meinen Grossvater zurück und merke, dass er sehr zufrieden war, obwohl er Europa nie verlassen hat.
Ich bin in einem Netzwerk eingebunden und bewege mich mehr oder weniger bewusst in diesem. Ich versuche regionale Esswaren zu kaufen, um die Arbeitskräfte hier zu unterstützen und zugleich die Umwelt zu schonen (Transportwege der Esswaren). Immer wenn es mir möglich ist, wähle ich „Fair Trade“ Produkte, die den menschlichen Umgang mit den Arbeitenden und umweltgerechte Anbauweisen garantieren sollen.
Andererseits möchte ich nicht auf eine gewisse Mobilität verzichten und fahre deswegen Auto mit einem Verbrennungsmotor, was die Umwelt belastet. Ein kleiner Trost ist dabei, dass dieses „nur“ fünfeinhalb bis sechs Liter Benzin auf hundert Kilometer verbraucht.Mittel- und langfristig kann ich meine Lebensweise sicherlich weiter ökologisieren und meine Netzwerke anders gewichten oder umstrukturieren.

Globalisierung - Vernetzung der Welt

Globalisierung, daher die Vernetzung der Welt, ist in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Schlagworte öffentlicher Diskussionen geworden, sei es bei der Frage der Überwindung der Arbeitslosigkeit oder der Wirtschaftskrise, der Verschuldung und Armut in den Entwicklungsländern oder globaler Umweltprobleme, was unser Blogthema „Klima – Klimawandel“ betrifft. Fast jeder Aspekt sozioökonomischer Entwicklung wird im Kontext der Globalisierungsdiskussion betrachtet. Moderne Technologien, Verkehrsströme und Kommunikation sowie komplexe wirtschaftliche Verflechtungen haben unsere Welt „kleiner“, die Vernetzungen enger und dichter werden lassen.

Das Stichwort „Vernetzung“ deutet schon sprachlich auf einen der wichtigsten Aspekte im Prozess der Globalisierung hin: das Internet. Innerhalb kürzester Zeit können rund um den Globus Informationen und Daten beschafft werden.
Ausserdem bietet das Internet in vielerlei Hinsicht den idealen Marktplatz: aus Geschäftsbeziehungen wird e-Business und die Geschwindigkeit wird der wesentliche Wettbewerbsvorteil.

Ein weiteres Netz ist das Verkehrsnetz, über das Rohstoffe, Waren, Personen und Nachrichten transportiert werden. Über Jahrhunderte waren die Kommunikations- und Transportwege auf wenige Routen bzw. Personen beschränkt, dies vor allem aufgrund mangelnder Technik und Infrastruktur. Erst die technischen und infrastrukturellen Entwicklungen ermöglichten eine Modernisierung der Verkehrswege und damit eine dichtere Vernetzung der ganzen Welt: Vom Schienen- über das Strassen- bis zum Flugnetz und von der Erfindung des Telefons über Glasfaserkabel zu Satellit und Internet.

Betrug die Reisezeit von einem Kontinent zum anderen im 19. Jahrhundert oft noch mehrere Wochen oder Monate mit dem Segelschiff, schaffen Flugzeuge heute die gleichen Strecken in wenigen Stunden. Heute gibt es kaum einen Ort auf der Welt, der nicht mit dem Auto, dem Schiff, der Eisenbahn oder dem Flugzeug binnen kurzer Zeit erreicht werden könnte.

Man könnte fast meinen, die Globalisierung würde den Menschen dienen und sie wäre ausschliesslich ein Fortschritt. Doch die Realität sieht anders aus: Umwelt- und Menschenrechte werden den Profit-Interessen von Konzernen geopfert. So hat sie das Schicksal der meisten Armen in der Welt nicht gelindert. Sie ist ökologisch bedenklich und hat die Weltwirtschaft nicht stabilisiert.

Freitag, 4. Mai 2007

Die Achtsamkeit leidet!!!

In einer immer hektischeren und schnelleren Welt wird das Achtsam sein verschwierigt! Durch die Geschwindigkeit verlieren die Menschen zunehmends den Blick auf das Detail oder das Kleine. Gross, spektakulär und aufregend muss das Erlebte sein, damit es uns noch unterhält. Unser Blick wird auf Dinge abgelenkt, so dass es immer schwieriger wird, dorthin zu schauen, wo wir eigentlich möchten. Das seltsame dabei ist, dass wir durch die Ablenkung eigentlich gar nicht mehr wissen, wo wir hin schauen möchten.

Durch die Verinnerlichung des Satzes „Achtsam sein, achtsam wahrnehmen“ habe ich generell die Augen für das Kleine wieder eingesetzt. Ich habe mein Leben verlangsamt. Denn sonst bin auch ich ein Raser, welcher mit hoher Geschwindigkeit durch das Leben braust. Ich entdeckte die schönen Blumen neben unserem Hauseingang, bei welchem ich täglich viermal vorbei gehe. Mir stachen sie noch nie in mein Blickfeld. So ging es mir bei vielen kleinen Dingen diese Woche.
Ebenfalls entdeckte ich das Treppengehen, wohingegen ich zuvor immer den Aufzug benützte. Erstens wird elektrischen Strom gespart und zweitens hält mich die zusätzliche Bewegung fit.
Ich entdeckte einerseits viel Neues für mich aber andererseits Taten, welche meine Mitmenschen optimieren könnten. So zum Beispiel das Laufen lassen des Wasser während des Zähneputzen, das offen lassen des Kühlschranks für Minuten, das Licht brennen lassen in unbenutzten Räumen, das sinnlose Herumfahren mit dem Auto und so weiter. Alle diese Beispiel könnten durch ein vermehrtes Achtsam sein und wahrnehmen verbessert werden. Hierzu nützten meine Kommentare, welche ich zum Teil diesen Personen gab, nur ein wenig. Die Einsicht jedes Menschen muss stattfinden, ohne welche die Taten nicht folgen.
Den Bezug zum Gruppenblogthema stelle ich durch die aufgezählten Beispiel her. Wenn man sie korrekt einhalten würde, würde sich viel Energie sparen lassen, wodurch die Belastung der Umwelt in Grenzen gehalten werden könnte. Der Klimawandel hat auch stark mit dem Verbrauch elektrischer Energie zu tun. Die Schweiz bezieht ja bekanntlich auch Strom aus anderen Nationen, welche zum Teil noch mit Kohle produzieren.
Möglichkeiten und Freiheiten machen mein Leben lebenswert und sinnvoll. Mit Möglichkeiten meine ich, dass ich wählen kann, welchen Weg ich beruflich und persönlich einschlagen möchte. Welche Hobbys betreibe ich, wie gehe ich zur Schule, welche Auto kaufe ich mir und so weiter sind nur wenige Fragen, welche ich mir selbst stellen muss. Diese Wahl stellt uns vor die Frage, ob wir uns ökologisch verhalten wollen oder verschwenderisch sein möchten. Wir haben die Wahl und dadurch auch die nachhaltige Entwicklung in der Hand.

Mittwoch, 2. Mai 2007

Achtsamkeit als Lebensqualität

Achtsam sein im Alltag ist gar nicht so einfach. Es ist für mich eine aktiv bewusste Haltung, die ich mir stets vor Augen halten muss, um sie nicht im Strudel des Alltags zu verlieren. Ich erinnere mich an eine buddhistische Aussage, die den Anspruch hat, jeden Moment des Daseins so hingebungsvoll zu leben und wahrzunehmen, dass es schon schmerzt... Natürlich verstehe ich diese Schmerzen als Metapher, die mir aufzeigt, dass das Leben erst wirklich an Bedeutung dazugewinnt, wenn ich äusserst achtsam und aufmerksam mit meinen Mitmenschen und meiner Umwelt umgehe.

Das Leben an sich hat seine dunklen wie auch schönen Seiten. Ohne nun realitätsfremd zu sein, bin ich überzeugt davon, dass das Leben - zumindest so wie ich es erlebe - mehr Schönes als Dunkles zu bieten hat. Es kommt nur auf meine Wahrnehmung drauf an, ob ich willens bin, mich der guten und herrlichen Dingen öffnen tue oder nicht. Selbst der Pessimist kann sich davon ein Stück abschneiden. Ironischerweise ist der Optimismus lebensbejahender, dafür lebt der Pessimismus länger...

Die Schönheiten des Lebens beginnen im Kleinen und Unscheinbaren: eine Blume in der Wiese, ein Lächeln eines unbekannten Menschen, eine bewusst wahrgenommene Umarmung, Zeit haben für sich und für andere, sich langweilen, Sternstunden eines Gesprächs, vorbeiziehende Wolkenformationen am Himmel, ein Erkenntnisschlag etc.

Ich könnte die Liste x-beliebig weiterführen und auch "schwierige" und "dunkle" Lebensmomente aufführen, denn erst durch diese erfahre ich das Leben. So wie auch der Tod uns erst den Wert des Lebens gibt. Ohne den Tod würden wir uns niemals nach dem Sinn des Lebens fragen...

Das Bild zeigt mich - ohne narzisstischen Selbstdarstellungshintergrund - auf der Dune du Pyla, wo ich vor einigen Jahren eine herrliche Zeit mit meiner Freundin verbracht habe und soll einen Teil meiner Lebensfreude der Leserin/dem Leser weitergeben.

Der weltweiter Klimawandel ist - zumindest in unseren Breitengraden - ein bewusst wahrgenommenes Problem. Ich stelle mit Freude fest, dass das Thema in diesen sonnigen und aussergewöhnlich heissen Tagen praktisch in aller Munde ist. Die Zeitungen, Radio- und Fernsehsendungen sind auffällig gefüllt mit Meinungsäusserungen und Forschungsprognosen über den Klimawandel.

Es fällt mir einfacher, meine Achtsamkeit im Alltag aufrechtzuerhalten, wenn ich sehe, dass es auch andere Menschen gibt, die schonend mit der Umwelt umgehen und sich für eine Nachhaltigkeit des Klimas einsetzen. Das Leben ist lebenswert, weil wir gemeinsam ein sinnvolles Ziel anstreben: eine nachhaltige Welt für uns, für unsere Nachkommen und für jedes Lebewesen auf diesem blauen Planeten.

Dienstag, 1. Mai 2007

Neuer Lebensstil

Achtsamkeit könnte man als Schlüssel zu mehr Lebendigkeit bezeichnen. Achtsam sein bedeutet für mich, die Einzigartigkeit jedes Augenblicks zu erkennen. Es bedeutet, mich selbst und alles um mich herum bewusster wahrzunehmen, mit all meinen Sinnen. Die achtsame Haltung schliesst somit meine soziale und ökologische Umwelt sowie mich selbst ein. So wird die Umwelt zur Mitwelt und das Sie und Ich zu einem Wir. Sorge tragen zur Natur und zu meinen Mitmenschen bedeutet darum, Sorge zu mir selbst zu tragen.

Die achtsame Haltung und das damit verbundene Gedankengut muss man sich in unserer Spassgesellschaft und Konsumgeneration bewusst aneignen; sie geht nicht automatisch einher mit der Schnelllebigkeit, die unseren Alltag prägt. So habe ich versucht, inspiriert von Herrn Müllers Ausführungen im Teilmodul „Neuer Lebensstil“, meinen eigenen Weg zu einem achtsameren Lebensstil zu entwerfen. Einige erste Gedanken daraus möchte ich hier aufführen:

• Einen Beitrag leisten zur Schaffung eines Umweltbewußtseins (im eigenen Berufs- und Lebensfeld).
• Änderung des Konsumverhaltens (stärker auf Nachhaltigkeit ausgerichtet einkaufen, Herkunft von Lebensmitteln und Kleidern beachten)
• Den täglichen Wasser- und Energieverbrauch senken (Energiesparbrause, Energiesparlampen, Geräte ganz ausschalten, Licht ausschalten, wenn ich es nicht brauche,...).
• Sparsamerer Umgang mit fossilen Energieträgern (mehr Bahnmeilen statt Flugmeilen, öfters mit dem Velo oder zu Fuß statt mit dem Auto).
• „Abfallbewußter“ leben (unnötigen Abfall vermeiden, wieder verwendbare Einkaufstaschen und Behälter benutzen, Abfall konsequent trennen,...)
• Schwerpunkt auf immaterielle Werte legen.
• Naturbewusstere und naturverbundenere Lebensgestaltung.

Ein nachhaltiger und achtsamer Lebensstil muss nicht schmerzlicher Verlust von Lebensqualität bedeuten. Im Gegenteil, mit dem Engagement für Nachhaltigkeit und damit der Bewahrung der Schöpfung, nimmt man viel mehr und intensiver Anteil am Leben. Denn der Mensch ist eingebunden in die Natur und ganz und gar nicht unabhängig.

Montag, 30. April 2007

Auf das Weltklima Achten

Achtsam wahrnehmen und achtsam werden hat einen sehr grossen Stellenwert für das Klima unserer Erde.
Schon in den siebziger Jahren wurde vereinzelt zur Achtsamkeit und überlegtem Handeln mit der Natur aufgerufen. Zu dieser Zeit gehörten diese Stimmen sensiblen und weitsichtigen Personen, deren Warnungen fast ungehört verhallten.
Heute sieht die Situation anders aus. Unmittelbare Anzeichen, Geschehnisse weisen auf unsere Unachtsamkeit hin und verlangen nach dem Gegenteil.
Die Klimauhr steht eine Minute vor Zwölf und die Glocken beginnen bedrohlich zu schwingen.
Vermehrte Katastrophen, die eindeutig von unserem Klima (Wetter) abhängen und welches wir massgeblich mit unserem Ausstoss von Treibhausgasen verändern, bedrohen uns alle.
Achtsamkeit und das damit zusammenstehende Umdenken muss die ganze Weltbevölkerung betreffen. Ohne das gemeinsame Zusammenstehen kommen wir auf keinen grünen Zweig und erhalten keine nachhaltige Lösungen.
Die Klimaproblematik ist akut und erfordert von jeder einzelnen Person die Einsicht und den Willen, dass unser Verhalten verändert werden muss, damit der Mensch auf der Erde mittel- und längerfristig überleben kann.
Die Industrie reagiert unterdessen auch auf die Situation. Sie bietet „klimafreundliche“ Lösungen (Hybridautos, Wärmepumpen, Fotovoltaik, Sonnenwärmespeicher, etc.) an, da sich ein lukrativer Markt entwickelt.

Alle sprechen vom Modewort „Work-Live-Balance“, wobei die Arbeit eine tragende Rolle einnimmt.
Ich persönlich spreche lieber von Lebensqualität, die die Arbeit miteinbezieht und nicht als dominante Konstante sieht.
Das Gleichgewicht spielt die tragende Rolle und umschliesst die Nachhaltigkeit im Umgang mit der Welt im Allgemeinen. Je mehr wir mit der Welt leben, desto grösser der Sinn des Ganzen.


Sonntag, 29. April 2007

Lieber Studierende, ich möchte mich mit meinem Beitrag zum ersten Mal in Ihrer Bloggruppe melden und mich an Ihren spannenden Diskussionen beteiligen. Ich freue mich über Ihre ausführlichen, fundierten, mit Fakten und Zahlen belegten Blogeinträge und über Ihre Ehrlichkeit. Es fällt uns nicht immer leicht, unser Wissen um energie- und umweltentlastendes Verhalten auch tatsächlich im Alltag umzusetzen. Vielleicht gibt uns der Blog einen Anstoss, die eine oder andere Angewohnheit in unserem Alltag zu überdenken.

Wir stellen fest, dass mit unserem Klima tatsächlich etwas nicht mehr stimmen kann... Sommergefühle im April, Ozonwerte, die bereits jetzt massiv über den Grenzwerten liegen, Waldbrände und zu erwarten sind riesengrosse Ernteausfälle wegen der andauernden Trockenheit..

Ich möchte den einen oder anderen innovativen und klimafreundlichen Punkt aufgreifen und so auch auf Ihre Posts zurückkommen.

Die grosse Mobilität, seis mit dem Privatauto oder dem immer günstiger werdenden Flugverkehr, sind Hauptursachen für die grossen CO2-Emmissionen. Auch wenn die Idee von Atmosfair nicht dazu verleiten soll, sorglos um die Welt zu fliegen, ist sie doch eine Möglichkeit, den Umweltschaden durch eine Flugreise in gewisser Weise zu vergelten: Flugpassagiere zahlen freiwillig für die von Ihnen verursachten Klimagase. Das Geld wird zum Beispiel in Solar-, Wasserkraft-, Biomasse- oder Energiesparprojekte investiert, um dort eine Menge Treibhausgase einzusparen, die eine vergleichbare Klimawirkung haben wie die Emissionen aus dem Flugzeug. Finanziert werden Projekte in Entwicklungsländern. Sie können auf der Homepage Ihre kommende oder vergangene Flugreise berechnen.

Heizen mit Holz, Holzschnitzel: Gerade Pelletsöfen oder Erdwärmesysteme werden in neuen Häusern in der Schweiz immer öfter eingebaut, um Öl- oder Gasheizungen zu umgehen. Man spricht u.a. von Minergiehäusern. Ein Trend aus Deutschland, der sich in der Schweiz noch nicht stark etabliert hat, ist nicht nur die Niedrigenergiebauweise, sondern die sog. Nullenergiehäuser. Die Häuser haben keine Heizung, Wärme wird lediglich durch die eigene Körperwärme, Kerzen oder die Sonneneinstrahlung erzeugt. Die gute Isolation der Häuser sorgt dafür, dass die Wärme auch im Haus bleibt. Diese Häuser sind wenig teurer im Bau haben aber eine enorme Energieeinsparung zur Folge – aber, diese umweltschonende Art zu wohnen verlangt, dass auch die Lebensgewohnheiten den Umständen angepasst werden (im Winter können bsw. keine Decken rausgehängt werden, da die gesammelte Wärme gerade verpuffen würde).

Bilden von Fahrgemeinschaften und Carsharing-Systeme weiterentwickeln (Mobility)

Fazit: In Ihren Posts lese ich zahlreiche Ideen und Vorschläge, kleine Tipps und Selbstkritiken, wie wir unsere alltäglichen Lebensgewohnheiten anpassen und verändern könnten und so einen Beitrag leisten, unser Klima zu entlasten.

Freundliche Grüsse und bis zum nächsten Mal, Michael Zahner

Freitag, 27. April 2007

Von der Nachhaltigkeit in den Köpfen des homo sapiens sapiens

Mit dem 2. Wochenimpuls konnte ich ehrlich gesagt nicht viel anfangen, da ich zu meinem Beschämen ehrlich zugeben muss, dass ich leider nicht dazu gekommen bin eine Zeitung aufzuschlagen oder geschweige denn TV zu konsumieren. Ich habe trotz viel Sonnenschein die ganze Woche damit verbracht, vor dem PC zu sitzen und an der Diplomarbeit herum zu werken...

Was ich so nebenbei mitgekriegt habe ist lediglich, dass in den meisten Kantonen der Schweiz ein allgemeines Feuer- und Grillverbot ausgesprochen wurde, um der Gefahr von Bränden vorsorglich entgegen zu wirken. Spontan ist mir dabei in den Sinn gekommen, dass wir Menschen bei kurzfristigen Ereignissen alle hellhörig werden und uns mit viel Energie dafür einsetzen, dass Massnahmen dagegen ergriffen werden.

Sollten wir dieses Engagement nicht auch bei der längerfristigen Nachhaltigkeit unserer Umwelt einsetzen? Ich bin der Meinung, dass wir genug Grips in unseren Köpfen haben, um die Folgen unseres Verhaltens und Handelns auf die Umwelt für die nächsten 20 oder 100 Jahren vorstellen können. Nur leider denkt der Mensch oftmals nur von heute auf morgen oder verdrängt im schlimmsten Fall die "bösen" Gedanken.

Ich meine, es kommt ja schliesslich nicht von irgendwoher, dass die momentane Durchschnittstemperatur rund 4°C über den Normalwerten liegt, oder? Das Erdklima hat sich verändert! Das kann nun auch wirklich der grösste Ignorant nicht mehr übersehen.

Was mich ärgert bei dieser Tatsache, ist das allzu kurzfristige Denken und Handeln der Menschen. Wir ergreifen Massnahmen, um - wie bei unserem Beispiel des Feuerverbotes - Naheliegendes auszubessern (obwohl ich mir über diese Notwendigkeit durchaus bewusst bin) und kümmern uns nicht um die Wurzeln des Übels. Anstatt konkrete und vor allem rasche Entscheide zugunsten des Umweltklimas zu fällen, tümpeln wir ein wenig vor uns hin und kratzen meiner Meinung nach nur an der Oberfläche.

Die Ökologie ist im Nachhaltigkeitsdreieck klar mindergewichtig und steht im krassen Gegensatz zur Ökonomie. Ebenso trägt der soziale Faktor seinen Beitrag zu diesem Ungleichgewicht bei. Dies vor allem in unseren Breitengraden, wo die individuelle Freiheit als schon fast unantastbares Recht des Einzelnen angesehen wird. Das eigene Ego ist wichtiger als das gemeinsame Wohlergehen aller. In dieser Situation ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass wir weiterhin tonnenweise Schadstoffe in die Atmosphäre verpuffen und uns nur um Massnahmen kümmern, die kurzfristig Wirkung zeigen.