Mit dem 2. Wochenimpuls konnte ich ehrlich gesagt nicht viel anfangen, da ich zu meinem Beschämen ehrlich zugeben muss, dass ich leider nicht dazu gekommen bin eine Zeitung aufzuschlagen oder geschweige denn TV zu konsumieren. Ich habe trotz viel Sonnenschein die ganze Woche damit verbracht, vor dem PC zu sitzen und an der Diplomarbeit herum zu werken...
Was ich so nebenbei mitgekriegt habe ist lediglich, dass in den meisten Kantonen der Schweiz ein allgemeines Feuer- und Grillverbot ausgesprochen wurde, um der Gefahr von Bränden vorsorglich entgegen zu wirken. Spontan ist mir dabei in den Sinn gekommen, dass wir Menschen bei kurzfristigen Ereignissen alle hellhörig werden und uns mit viel Energie dafür einsetzen, dass Massnahmen dagegen ergriffen werden.
Sollten wir dieses Engagement nicht auch bei der längerfristigen Nachhaltigkeit unserer Umwelt einsetzen? Ich bin der Meinung, dass wir genug Grips in unseren Köpfen haben, um die Folgen unseres Verhaltens und Handelns auf die Umwelt für die nächsten 20 oder 100 Jahren vorstellen können. Nur leider denkt der Mensch oftmals nur von heute auf morgen oder verdrängt im schlimmsten Fall die "bösen" Gedanken.
Ich meine, es kommt ja schliesslich nicht von irgendwoher, dass die momentane Durchschnittstemperatur rund 4°C über den Normalwerten liegt, oder? Das Erdklima hat sich verändert! Das kann nun auch wirklich der grösste Ignorant nicht mehr übersehen.
Was mich ärgert bei dieser Tatsache, ist das allzu kurzfristige Denken und Handeln der Menschen. Wir ergreifen Massnahmen, um - wie bei unserem Beispiel des Feuerverbotes - Naheliegendes auszubessern (obwohl ich mir über diese Notwendigkeit durchaus bewusst bin) und kümmern uns nicht um die Wurzeln des Übels. Anstatt konkrete und vor allem rasche Entscheide zugunsten des Umweltklimas zu fällen, tümpeln wir ein wenig vor uns hin und kratzen meiner Meinung nach nur an der Oberfläche.
Die Ökologie ist im Nachhaltigkeitsdreieck klar mindergewichtig und steht im krassen Gegensatz zur Ökonomie. Ebenso trägt der soziale Faktor seinen Beitrag zu diesem Ungleichgewicht bei. Dies vor allem in unseren Breitengraden, wo die individuelle Freiheit als schon fast unantastbares Recht des Einzelnen angesehen wird. Das eigene Ego ist wichtiger als das gemeinsame Wohlergehen aller. In dieser Situation ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass wir weiterhin tonnenweise Schadstoffe in die Atmosphäre verpuffen und uns nur um Massnahmen kümmern, die kurzfristig Wirkung zeigen.
Freitag, 27. April 2007
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