Wenn ich mich nachhaltig verhalte, kommt das nicht nur meinem Umfeld und der Umwelt zu gute, sondern auch mir. Diese Erkenntnis habe ich erst vor kurzem gewonnen. Aus dieser Erkenntnis schließt sich meine Motivation, nachhaltig zu handeln.
Die Natur hat einen respektvollen Umgang verdient, denn sie gibt uns so unendlich viel. Sie ernährt uns, sie gibt uns Kraft und Ruhe, sie lässt uns erstaunen, sie bietet Abenteuer und Lernfelder, sie hält uns gesund und noch vieles mehr. Wenn die Menschheit die Natur ausnützt, ohne ihr etwas zurück zu geben, wird sie längerfristig Schäden erleiden. Meiner Meinung kann man den Umgang mit der Natur mit dem Umgang mit einer nahestehenden Person vergleichen. Sind wir zu unseren Mitmenschen öfters unfreundlich, werden sie uns ziemlich schnell zu spüren geben, dass sie unser Verhalten nicht mögen. Sie werden sich entweder zurückziehen oder eine Bemerkung machen, um die Missstände wieder zu korrigieren. Ein Beispiel soll diesen Aspekt erläutern. Wenn ich in meinem Umfeld ein Lächeln an bekannte sowie auch unbekannte Personen verschenke, kann ich damit rechnen, dass ich öfter ein Lächeln zurückbekomme. Diese Aufsteller erhellen nicht nur denn Tag den von mir angelächelten Menschen, sondern auch meinen eigenen. Mit dieser Geste kann ich mein Umfeld nachhaltig beeinflussen.
Sind wir hingegen zu unserer Umwelt „unfreundlich“, gibt sie offensichtlich keine sofortige und direkte Antwort wie die Mitmenschen. Sie steckt erst einmal ein. Längerfristig ist dieser Umgang jedoch von uns Menschen spürbar. Ein sehr schönes Beispiel dazu ist der Klimawandel. Seit der Industrialisierung ist der Wohlstand in Europa immer weiter gestiegen. Sie bescherte uns Maschinen, welche gewisse Arbeiten übernahmen, sie macht immer schnelleres Reisen und Kommunizieren möglich und sie verleiht uns immer mehr Individualismus. Dies hat einen immer höher steigenden Energiehunger zur Folge. Parallel dazu wächst auch der CO2-Ausstoss, welcher unsere Atmosphäre immer mehr zum kochen bringt. Dieser Temperaturanstieg ist jedoch schleichend, welcher unser unfreundliches Verhalten nicht gleich bestraft. Dies ist einer der Gründe, warum wir uns nur schwach ändern wollen. Es hat keine direkten kurzfristigen Konsequenzen für jeden Einzelnen, sondern erst längerfristig, jedoch weltweit. Erste spürbare Reaktionen sind vermehrte Stürme, Überschwemmungen, extreme Temperaturen und Schwankungen.
Wie ich im ersten Abschnitt erwähnte, kam mir diese Erkenntnis erst vor einiger Zeit. Sie veränderte drastisch meine Haltung gegenüber der Natur. Ich bin nun viel motivierter, mich nachhaltig zu verhalten, da ich die Wichtigkeit dieser Einstellung erkannt habe. Mir ist wichtig, dass die Vielfalt und Schönheit der Natur für mich und meine Nachfahren erhalten bleiben. Was mich jedoch manchmal davon abhält, ist mein Drang nach Individualismus. Ich gehe gerne mit meinem Campingbus auf Reisen oder nehme statt den Zug das Auto in die Schule. Mit einer Freundin in der Innerschweiz ist auch mein Wochenendverkehr ziemlich ergiebig, da ich immer über 100 Kilometer reisen muss. Gelegentliche Kommentare von Mitmenschen, ob ich nun immer Grüner werde oder verschmogene Lächeln halten mich jedoch nicht davon ab, mich freundlich gegenüber der Natur zu verhalten.
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