Donnerstag, 31. Mai 2007

Ich als ein Teil der Natur

Meine Beziehung zur Natur verstehe ich als Wechselwirkung eines riesigen Systems. Einerseits werde ich von der Natur geleitet, in dem ich beim Skifahren auf Schnee und beim Surfen auf Wellen angewiesen bin. Andererseits trage ich an der ständigen Veränderung des Systems bei. Dieser Beitrag kann positive oder negative Wirkungen für die Natur haben. Hierbei spielt die Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle.

Ich möchte nun aber gerne ein wenig über meine intime Beziehung zur Natur sprechen. Noch vor einigen Jahren äusserte sich die Liebe nur sehr gering. Im Teenageralter konnte ich die schönen Seiten der Natur kaum erkennen. Ich lief einfach an wunderschönen Sonnenuntergängen vorbei, joggte „blind“ über den laubübersäten Laubboden oder dachte beim Skifahren nur an Geschwindigkeit und an Manöver. Erst mit fortgeschrittenem Alter erlang ich die Einsicht, dass die Natur uns wunderschöne Dinge zeigen kann.
Um meine Beziehung besser zu veranschaulichen, möchte ich ein spezielles Erlebnis schildern. Ich bin ein passionierter Wellenreiter. Ich gehe oft auf Reisen um diesen Hunger nach Ozean zu stillen. In Australien durfte ich eine epische Surfsession erleben. Es war halb sieben morgens, der Wind blies sehr stark ablandig, die Vögel pickten ihr Frühstück gleich vor der Brandung aus dem Sand, die Wellen rollten in grossen Abständen vom immer hellerwerdenden Horizont auf den Strand zu und die Wolken liessen den Himmel als Weltuntergang erscheinen. In mitten dieses wunderschönen, von Menschen verlassenen, Szenarios stand mein schwedischer Freund und ich vor der Brandung. Die starke Strömung und der grosse Dünung erschwerten das Rauspaddeln erheblich. Endlich draussen angekommen warteten wir auf die riesigen Brecher und versuchten in die richtige Position zu paddeln. Es war nicht einfach die Wellen zu erwischen. Ich erwischte als erster eine und surfte sie mit viel Emotionen ab. Ich kann das Gefühl während das aquatischen Rittes nicht beschreiben, so unglaublich war dieser. Auf der nächsten Welle folgte mir mein Freund. Er und ich schreiten vor Glücksgefühlen. Gleich nach seinem Ritt lag er auf sein Brett um den Rückweg nach draussen in Angriff zu nehmen. In diesem Moment sprang ein surfender Delphin über seinen Rücken. WOW, das war für mich Natur pur!
Ich stehen der Natur in jeder Surfsession sehr nahe. Es müssen so viele Bedingungen zusammenspielen, damit surfen überhaupt möglich wird (Dünung, Wellenrichtung, Gezeiten, Wind, Meeresboden usw.). Gerade durch diese Abhängigkeit der Umstände muss man sich in das System der Natur einfügen, ansonsten wäre keinen Surfen möglich. Erst wenn ich eins mit der Natur werde, kann ich richtig gut und für mich nachhaltig surfen.


Klimaveränderung spielt in meiner allgemeinen Beziehung zur Natur eine wichtige Rolle. Durch die Veränderung des Klimas ändert sich auch die Natur. Klimazonen werden verschoben und neue Bedingungen für Flora, Fauna und Mensch entstehen. Diese Folgen sind leider nicht nur positiv. Lass uns also das Klima nicht erwärmen, sondern aus den persönlichen positiven Erfahrungen mit der Natur die Kraft schöpfen, ihr zu helfen.

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