Samstag, 26. Mai 2007

Nachhaltigkeit im fächerübergreifenden Unterricht

Erst muss ich mal los werden. Unglaublich, wie viel bezüglich nachhaltiger Entwicklung schon gemacht wurde. Ich meine, wenn man mal im Internet ein wenig herumstöbert findet man praktisch für alle Bereich (z.B. Verkehr, Bildung , Wohnen, Landwirtschaft usw.) Tipps und Tricks für umwelt- und menschenfreundliche Entwicklung. So auch der Artikel von Otto Herz et al. (2001) über Bildung für Nachhaltige Entwicklung.

Der Bericht kann mir durchaus einige Impulse für meinen zukünftigen Unterricht geben. Ich wurde jedoch ein wenig enttäuscht, denn der Titel versprach sehr viel mehr. Ich erhoffte mir mehr handfeste Tipps für das Schule geben oder für die Gestaltung der Schule. Im Gegensatz dazu berichtet der Textausschnitt viel mehr über die Haltungen, welche Schulen erlangen „sollten“, um nachhaltige Entwicklung zu fördern und über generelle Informationen der Probleme auf der Erde. Ich möchte diesen Abschnitt auf keinen Fall abwerten, er vermittelte mir nur wenig Neues und Handfestes.
Was ich aber aus dem Text gewinnen konnte ist die Bestätigung, fächerübergreifend zu unterrichten und den Aspekt der Nachhaltigkeit im Hinterkopf zu behalten. Denn nahezu alle Fächer bieten Bereiche, bei welchem dieser Aspekt berücksichtigt werden kann. Ein Beispiel soll diese Aussage verdeutlichen. Anstatt in jedem Fach ein losgelöstes Thema zu behandeln, könnte man über die Länge eines Quartals das Thema „Mensch“ durchnehmen. Es würde sich in Mensch und Umwelt, Deutsch, Sport, Musik, Mathematik, Fremdsprache und in den Gestalterischen Fächern eignen. Folgend einige Beispiel für den Unterricht:
- M+U: Anatomie (Biologie), die Evolution (Biologie), diverse Völker (Geschichte) usw.
- Deutsch: Adjektive, welche Charakteren beschreiben, Texte über die Menschheit.
- Sport: Bewegungslehre (Spannung – Entspannung). Ziel: eigenen Körper besser kennen lernen.
- Musik: Tänze und Lieder verschiedener Völker, Körpermusik.
- Mathematik: Körpermasse, Messen mit dem Körper (Wie hat man früher gemessen? z.B. Fuss, Ellen)
- Fremdsprache: Körperteile benennen, Adjektive.
- Gestalten: Menschen, Gesichtsausdrücke skizzieren, Köpfe tonen
und noch vieles mehr.
Doch nicht nur das fächerübergreifende Unterrichten brachte mir Impulse. Auch die Aufzählung der Themenfelder auf S.51 zeigte mir viele neue Idee. Mit dieser Liste, welche irgendwo sicherlich noch übersichtlicher aufgelistet ist, kann als Hilfe für die Planung des Unterrichts dienen. Mit ihr im Hinterkopf geht der Aspekt der Nachhaltig im Unterricht nie verloren. Mich würde der ganze Bericht interessieren. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser mir weit mehr Impulse liefern könnte als nur dieser Ausschnitt.

Auch in Bezug auf unserem Blogthema bietet der Text diverse Impulse. Der Klimawandel ist neben den Menschenrecht einer der bedeutensten Punkte in der Agenda 21. So könnte man zum Beispiel durch die Bemalung von Supermarkfenstern auf das Problem des Klimawandels aufmerksam machen. Oder durch die öffentliche Präsenz auf der Einkaufsmeile wort- und bildstark die umwelttechnischen Anliegen der Schule beziehungsweise der Klasse Kund tun. Nicht nur der Natur zu liebe sollten solche Aktionen vermehrt statt finden. Auch den Kindern und der Schule bringen sie einen Mehrwert. Schülerinnen und Schüler lernen Kommunikationsfähigkeiten anzuwenden und die Schule macht sich öffentlich bemerkbar.Ein letztes Wort zu diesem Thema: Die Schule kann die neue Generation auf das Problem des Klimawandels sensibilisieren. Wir, Erwachsene, sind dabei schon meist auf alte, „schlechte“ Gewohnheiten festgefahren.

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