Montag, 21. Mai 2007

Nachhaltigkeit in der Schule

Der Artikel von Otto Herz zeigt mir auf, dass die Themenfelder der Agenda 21 im täglichen Schulunterricht aufgegriffen werden können. Die Agenda 21 betrifft uns alle und deswegen kann dieses Anliegen vor der Schule erst recht nicht halt machen.
Natürlich kann nicht auf jeder Stufe mit der Agenda 21 eins zu eins gearbeitet werden. Das jeweilige Teilthema muss auf das Niveau der Kinder heruntergebrochen werden. Als Alternative bietet sich die Kinderagenda an, welche auf die Kinder zugeschnitten ist und Zusammenhänge kindgerecht darstellt.
Die optimale Situation wäre, wenn das ganze Lehrpersonenteam am Themengebiet der Agenda 21 arbeiten würde und sich so ein lückenloses Gefäss der Nachhaltigkeit für die Kinder bilden würde. Damit ist nicht gemeint, dass die Bereiche isoliert betrachtet und behandelt werden sollten, sondern, dass diese alltäglich in den Unterricht einfliessen und erlebend angelegt werden.
Durch vor- und mitgelebte Nachhaltigkeit wird mit der Zeit von den Kindern übernommen. Den Kindern wird so Mitverantwortung und Handlungsmöglichkeiten vermittelt, welche das Interesse der Kinder weckt und motivierend wirkt.
Zudem soll die Umsetzung der nachhaltigen Punkte eine positive Zukunftsperspektive aufzeigen und das Gefühl der Mitwirkung und Mitbestimmung hervorrufen.

Mit der Aufführung „Erd-Charta“ trifft Otto Herz den Nagel auf den Kopf. Ich denke, dass die Selbstverpflichtung eine zentrale Rolle spielt.
Zuerst steht das „Aufzeigen“, dann die „Einsicht“, die „Verantwortungsübernahme“, der Wille zur „Veränderung“ und schlussendlich folgt die „Selbstverpflichtung“.
Im Blickwinkel des Klimas ist es höchste Eisenbahn, dass das Level der Selbstverpflichtung erreicht wird, um am gleichen Ort anzusetzen und so weltweit tiefgreifende Veränderungen zu erreichen.
Wir sind uns, der Mitwelt und der Zukunft verpflichtet.

2 Kommentare:

corina hat gesagt…

Ich bin auch deiner Meinung, dass wir mitverantwortlich sind und die Themen der Agenda 21 im Schulunterricht aufgreifen müssen. Deine erwähnten Aspekten, wie die Kindgemässheit, Vernetzung der Themen, das Vorleben von nachhaltigen Handlungen und die Teamarbeit spielen dabei eine zentrale Rolle. Mit dem Einbezug dieser Punkte werden nachhaltigen Themen auch in den Alltag miteinbezogen.
Genau auch im Bereich Klima sind wir, wie du sagst, an einem Punkt angelangt, der nach einer Wende verlangt. Durch unseren meist luxuriösen und verschwenderischen Gebrauch kommt es dazu. Nun sind wir alle aufgefordert, unsere Selbstverpflichtung wahrzunehmen. Vor allem wir Lehrpersonen, denn indem wir solche Themen in unseren Schulalltag einbetten, können wir die Motivation der Kinder hervorrufen und ihnen vermitteln, dass sie am Weltgefüge auch teilhaben und mitwirken können.

Chic hat gesagt…

Dass es höchste Zeit ist, Nachhaltigkeit (vor allem das Klima betreffend) auch in der Schule zu behandeln, ist etwas, was sich heute wohl jeder eingestehen muss. Beginnen muss das natürlich bei den Erwachsenen und damit auch bei uns Lehrpersonen. Die Kinder müssen in einem nächsten Schritt auf jeden Fall darauf aufmerksam gemacht werden, d.h. es muss eine Bewusstseinsbildung stattfinden, das eine Art "fruchtbaren Boden" darstellt. Wie du aber in deinem Artikel sagtst, soll die Umsetzung der nachhaltigen Punkte (nach der Agenda 21) eine positive Zukunftsperspektive aufzeigen und das Gefühl der Mitwirkung und Mitbestimmung hervorrufen. Angstmacherei würde nämlich nicht den Willen zur Verantwortungsübernahmen und Mitwirkung zur Folge haben, sondern eher Ohnmachtsgefühle und schliesslich ein Verdrängen.

Natalia Matsubayashi (04E)