Die Motivation nachhaltig zu handeln ist bei mir in verschiedene Bereiche gegliedert.
Einerseits ist der Gedanke an meine Mitmenschen, die Natur, an das Leben, die Erziehung, die Zukunft und zuletzt sicher auch ein gewisses Mass an Egoismus ausschlaggebend.
Ethische und moralische Argumente sind erdrückend und geben mir zu verstehen, wie ich zu handeln habe. Obwohl ich weiss, dass ich auf einer empfindlichen Kugel lebe und ein ich Zahnrad des Ganzen bin und dass es auf die Verhaltensmuster jedes Einzelnen ankommt, drückt der innere „Schweinehund“ manchmal durch. Ab und an sind meine individuellen Bedürfnisse so gross, dass nachhaltiges Handeln ins Hintertreffen gerät und ich z.B. etwas ökonomisch völlig unsinniges mache.
Normalerweise versuche ich die Nachhaltigkeit, den Nutzen und den eventuellen Schaden abzuwägen, um so zu einer vertretbaren Handlungsweise zu gelangen.
Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit dem (Welt)-Klima ist in aller Munde und somit sehr brisant. Das Bewusstsein, dass unsere Erde eine diffizile Einheit bildet und die Menschheit für diese (auch in eigennützigem Sinn) Verantwortung übernehmen muss, kam schon (im grösseren Rahmen) in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts.
Das aktuelle Problem bildet die Konsensfindung der einzelnen Staaten, die sich an Abmachungen der Nachhaltigkeit halten wollen (müssen). Da aber das verbreitete wirtschaftliche Denken immer noch kurzfristig (kurzfristiger Profit) und nicht nachhaltig ist, kann der gemeinsame Nenner für eine Zukunft unseres Planeten noch nicht gefunden werden.
1 Kommentar:
Das ist es ja eben! Genau das, was du beschreibst über den "inneren Schweinehund".. Ich meine, es geht uns wohl allen so. Obwohl wir wissen, dass unser Handeln manchmal sehr eigennützig ist und der Umwelt schadet, tun wir es trotzdem. Wenn jemand anderer Meinung ist, soll den ersten Stein werfen...
Ich glaube, wenn es bei uns im kleinen Rahmen schon manchmal nicht funktioniert, wie wollen wir denn global einen Konsens finden? Eine wirklich verzwickte Situation. Vielleicht hilft hier nur noch ein radikales Umdenken, um die klimatischen Probleme unserer Erde in den Griff zu kriegen. Sozusagen eine Renaissance in das düstere und dogmatische Mittelalter, wo das Individuum und somit der "eigene Schweinehund" keinen Platz hatte. Und widerstrebst du dem "moralischen" Gesetz, so wirst du gleich auf dem Scheiterhaufen verbrannt (obwohl nicht gut, da CO2-Ausstoss) oder auf dem Marktplatz gerädert (besser).
Nein, natürlich nicht! Das ist ganz klar kein menschenwürdiger Fortschritt, obwohl ich mir manchmal eine radikale Änderung in der Klimapolitik wünsche...
Paul Quan, LG04/E
Kommentar veröffentlichen