Globalisierung, daher die Vernetzung der Welt, ist in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Schlagworte öffentlicher Diskussionen geworden, sei es bei der Frage der Überwindung der Arbeitslosigkeit oder der Wirtschaftskrise, der Verschuldung und Armut in den Entwicklungsländern oder globaler Umweltprobleme, was unser Blogthema „Klima – Klimawandel“ betrifft. Fast jeder Aspekt sozioökonomischer Entwicklung wird im Kontext der Globalisierungsdiskussion betrachtet. Moderne Technologien, Verkehrsströme und Kommunikation sowie komplexe wirtschaftliche Verflechtungen haben unsere Welt „kleiner“, die Vernetzungen enger und dichter werden lassen.
Das Stichwort „Vernetzung“ deutet schon sprachlich auf einen der wichtigsten Aspekte im Prozess der Globalisierung hin: das Internet. Innerhalb kürzester Zeit können rund um den Globus Informationen und Daten beschafft werden.
Ausserdem bietet das Internet in vielerlei Hinsicht den idealen Marktplatz: aus Geschäftsbeziehungen wird e-Business und die Geschwindigkeit wird der wesentliche Wettbewerbsvorteil.
Ein weiteres Netz ist das Verkehrsnetz, über das Rohstoffe, Waren, Personen und Nachrichten transportiert werden. Über Jahrhunderte waren die Kommunikations- und Transportwege auf wenige Routen bzw. Personen beschränkt, dies vor allem aufgrund mangelnder Technik und Infrastruktur. Erst die technischen und infrastrukturellen Entwicklungen ermöglichten eine Modernisierung der Verkehrswege und damit eine dichtere Vernetzung der ganzen Welt: Vom Schienen- über das Strassen- bis zum Flugnetz und von der Erfindung des Telefons über Glasfaserkabel zu Satellit und Internet.
Betrug die Reisezeit von einem Kontinent zum anderen im 19. Jahrhundert oft noch mehrere Wochen oder Monate mit dem Segelschiff, schaffen Flugzeuge heute die gleichen Strecken in wenigen Stunden. Heute gibt es kaum einen Ort auf der Welt, der nicht mit dem Auto, dem Schiff, der Eisenbahn oder dem Flugzeug binnen kurzer Zeit erreicht werden könnte.
Man könnte fast meinen, die Globalisierung würde den Menschen dienen und sie wäre ausschliesslich ein Fortschritt. Doch die Realität sieht anders aus: Umwelt- und Menschenrechte werden den Profit-Interessen von Konzernen geopfert. So hat sie das Schicksal der meisten Armen in der Welt nicht gelindert. Sie ist ökologisch bedenklich und hat die Weltwirtschaft nicht stabilisiert.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
1 Kommentar:
Die Welt ist mit einem Netz überzogen, welches immer mit dichteren Maschen ausgerüstet wird. Jeder Mensch ist mit jedem irgendwie verbunden oder nicht?
Wie du bemerkt hast ist Welt näher zusammengerückt. Profitiert aber wirklich der Grossteil der Weltbevölkerung von der globelen Vernetzung?
Ich denke, dass die Maschen des Weltnetzes noch so eng werden können, es werden immer Menschen oder ganze Menschengruppen durch diese "Netzmaschen" fallen. Ich spreche nicht nur von denen, die sich die Vernetzung nicht leisten können, sondern auch von Menschen, die nicht wissen wie zwischenmenschliche Beziehungen aufgebaut und gepflegt werden.
Der ganze Fortschritt und die darausfolgende Globalisierung steht im Rampenlicht. Der Mensch und seine Grundbedürfnisse stehen dabei im Schatten.
Meine Meinung ist, dass heute in vielerlei Hinsicht falsch gewichtet, sogar falsch bewertet wird und der Mensch selber neben der hohen Technologie verkümmert.
Oliver Riederer LGE 04
Kommentar veröffentlichen