Achtsamkeit könnte man als Schlüssel zu mehr Lebendigkeit bezeichnen. Achtsam sein bedeutet für mich, die Einzigartigkeit jedes Augenblicks zu erkennen. Es bedeutet, mich selbst und alles um mich herum bewusster wahrzunehmen, mit all meinen Sinnen. Die achtsame Haltung schliesst somit meine soziale und ökologische Umwelt sowie mich selbst ein. So wird die Umwelt zur Mitwelt und das Sie und Ich zu einem Wir. Sorge tragen zur Natur und zu meinen Mitmenschen bedeutet darum, Sorge zu mir selbst zu tragen.
Die achtsame Haltung und das damit verbundene Gedankengut muss man sich in unserer Spassgesellschaft und Konsumgeneration bewusst aneignen; sie geht nicht automatisch einher mit der Schnelllebigkeit, die unseren Alltag prägt. So habe ich versucht, inspiriert von Herrn Müllers Ausführungen im Teilmodul „Neuer Lebensstil“, meinen eigenen Weg zu einem achtsameren Lebensstil zu entwerfen. Einige erste Gedanken daraus möchte ich hier aufführen:
• Einen Beitrag leisten zur Schaffung eines Umweltbewußtseins (im eigenen Berufs- und Lebensfeld).
• Änderung des Konsumverhaltens (stärker auf Nachhaltigkeit ausgerichtet einkaufen, Herkunft von Lebensmitteln und Kleidern beachten)
• Den täglichen Wasser- und Energieverbrauch senken (Energiesparbrause, Energiesparlampen, Geräte ganz ausschalten, Licht ausschalten, wenn ich es nicht brauche,...).
• Sparsamerer Umgang mit fossilen Energieträgern (mehr Bahnmeilen statt Flugmeilen, öfters mit dem Velo oder zu Fuß statt mit dem Auto).
• „Abfallbewußter“ leben (unnötigen Abfall vermeiden, wieder verwendbare Einkaufstaschen und Behälter benutzen, Abfall konsequent trennen,...)
• Schwerpunkt auf immaterielle Werte legen.
• Naturbewusstere und naturverbundenere Lebensgestaltung.
Ein nachhaltiger und achtsamer Lebensstil muss nicht schmerzlicher Verlust von Lebensqualität bedeuten. Im Gegenteil, mit dem Engagement für Nachhaltigkeit und damit der Bewahrung der Schöpfung, nimmt man viel mehr und intensiver Anteil am Leben. Denn der Mensch ist eingebunden in die Natur und ganz und gar nicht unabhängig.
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4 Kommentare:
Du hast sowas von recht, Natalia! Ein bewusster Umgang mit der Umwelt und die Achtsamkeit gegenüber allen Dingen ist keine Einschränkung der Lebensqualität.
Wenn ich ganz ehrlich bin, brauche ich für das Glücklichsein in meinem Leben wirklich nicht viel. Vor allem das Streben nach materiellen Gütern würde mich in einen elendigen Teufelskreis drängen, aus dem ich nicht mehr herauskommen würde. Unter dem Strich hätte ich ein doppeltes Eigentor geschossen: Stress in der Anhäufung von materiellen Dingen und Stress in der Aufrechterhaltung des Standards.
Deine Vorsätze für eine nachhaltige Umwelt sind für mich einleuchtend und lobenswert. Ich glaube, wenn sich jeder Mensch nur eines oder mehrere davon bewusst im Alltag umsetzen würde, ginge es unserer Welt um einiges besser. Ich erlaube mir deshalb auch, ein paar deiner Ideen für mein eigenes Leben herauszupicken und umzusetzen.
Paul Quan LG 04/E
Ich finde deinen Bericht sehr eindrücklich. Vor ein paar Tagen habe ich ein Buch gelesen über Buddhismus. Die Aussage des Buches ist, sich vom Materiellen zu lösen, denn das ist unser Gefängnis. Je mehr wir nach Luxus, Geld und Ansehen streben desto gefangener sind wir. Man sollte sich wirklich bewusster mit dem Leben und der Natur auseinandersetzen, achtsamer gegenüber der Natur sein.
Beim Durchlesen deines Eintrags musste ich echt schmunzeln. Es gab so viele Parallelen zwischen deinem und meinem Blog. Unabhängig voneinander benutzten wir dieselben Wörter (z.B. bewusst wahrnehmen, Schnelllebigkeit), witzig:)Ausserdem habe ich den Begriff "Achtsamkeit" ziemlich ähnlich definiert. Für mich heisst achtsam sein, die Umwelt (Mitmenschen, Natur) bewusst wahrzunehmen, aber auch sich selbt.
Ich finde die Ziele, die du aufgeschrieben hast echt gut. Damit wird der Begriff der nachhaltigen Entwicklung konkret und bleibt nicht abstrakt. Solche Ziele fordern einem regelrecht heraus, etwas zu unternehmen. Den Aspekt, dass durch einen nachhaltigen Lebensstil kein schmerzlicher Verlust von Lebensqualität bedeutet, hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Wenn dies so ist, warum fällt es uns allen dann so schwer, etwas zu ändern? Ist es die Ungewissheit oder die Angst, die uns davon abhält unser Leben anzupassen?
Deine Definition von achtsam Wahrnehmen fasziniert mich sehr. Bisher habe ich dabei vorallem an die Natur und die anderen Menschen gedacht. Aber ich finde du hast Recht, dass man sich auch selbst achtsam wahrnehmen sollte...
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